Kurios - die andere Seite der Nachrichtenwelt

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Dienstag, 8. Mai 2018 26° 2

Kurios - die andere Seite der Nachrichtenwelt Live

Lustig, absurd, abenteuerlich: Unser NewsBlog über Buntes, Kurioses und Skurriles versorgt Sie mit den amüsantesten und unglaublichsten Geschichten aus aller Welt.

    Chauvinistische Waschanleitung

    Eine chauvinistische Waschanleitung in einem Sporthemd hat in sozialen Netzwerken einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. «Gib' dieses Shirt Deiner Frau. Es ist schließlich ihre Aufgabe» ist in dem indonesischen Trikot zusammen mit Pflegetipps abgedruckt. Der Sportbekleidungs-Hersteller Salvo Sports Apparel versuchte eine Entschuldigung: «Wir wollen, dass Männer von Frauen lernen, wie man wäscht. Nicht alle Männer können sich um ihre Wäsche kümmern, aber Frauen sind Experten auf dem Gebiet.» Das kam nicht gut an: «Dieser Erklärversuch bestätigt nur Dummheit und Sexismus», meinte eine Frau auf Twitter.


    23-Jähriger übernachtet auf Londoner Parlamentsdach

    Die Londoner Polizei hat einen 23 Jahre alten Mann festgenommen, der die Nacht auf dem Dach des Parlamentsgebäudes im Stadtteil Westminster verbracht hat. Der Mann lief unter den Augen von Polizei und Rettungskräften auf dem Dach umher, machte aber keinerlei Aussagen zum Hintergrund seiner Aktion. Die Polizei verhandelte stundenlang mit dem Mann, ehe sie ihn festnahm.  Unklar war zunächst auch, wie er auf das Dach des bewachten Gebäudes gelangen konnte. Er soll von der Polizei befragt werden.

    Auf dem Londoner Parlamentsdach Foto: Facundo Arrizabalaga, dpa

    von Anette van Eimeren, dpa bearbeitet von dpa∙live Desk 3/8/2015 3:10:39 PM
    Extremlauf "Braveheart-Battle"

    Er gilt als einer der härtesten in Europa. 
    28 Kilometer müssen die rund 2600 Männer und Frauen bei dem Extremlauf im nordbayerischen Münnerstadt überwinden. Kostüme und Maskierungen sind fester Bestandteil der sportlichen Veranstaltung. Der Extremlauf führt die Teilnehmer durch eiskaltes Wasser, in tiefe Schlammgruben und über Feuerhindernisse.

     
    Wer sich «Braveheart» nennen will, darf kein Hindernis auslassen und muss innerhalb von fünf Stunden das Ziel erreichen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer erreicht innerhalb der vorgegebenen Zeit das Ziel. Beim Durchqueren des Flusses Lauer versinken die Läufer teilweise bis zum Kinn im Wasser. Die Folge: Der Rettungsdienst muss viele Starter wegen Unterkühlung und Krämpfen behandeln.

    Braveheart-Battle Foto: Daniel Karmann, dpa

    von Anette van Eimeren, dpa bearbeitet von dpa∙live Desk 3/7/2015 4:23:00 PM
    Urinstrom statt Atomstrom: Studenten zeigen, wie´s geht

    Englische Studenten können beim Pinkeln Strom erzeugen. Das «Urinstrom»-Klo auf dem Campus der University of the West of England in Bristol wird schon eifrig genutzt. Die erzeugte Energie sorgt dabei für die Innenbeleuchtung. Der Prototyp steht praktischerweise neben einer Kneipe - der ... nun, sagen wir: "Nachschub" dürfte damit gesichert sein.

    Die Erfindung soll aber vor allem künftig Licht in dunkle Toiletten in Flüchtlingslagern bringen, die besonders für Frauen ein gefährlicher Ort sind. Wissenschaftler haben das Konzept gemeinsam mit der Hilfsorganisation Oxfam entwickelt.

    Forscher hatten schon 2013 gezeigt, dass sie mit Strom aus Urin ein Handy laden können. Dabei arbeiten Brennstoffzellen mit Hilfe von Mikroben, die sich von Urin ernähren.

    Die "Pee Power Toilet" in Bristol: Foto: Uwe, dpa



    Gesuchter stellt sich der Polizei: «Bitte überprüfen Sie mich»

    Ein gesuchter Dieb hat sich mit einem ungewöhnlichen Anliegen an die Polizei gewandt. «Bitte überprüfen Sie mich, vermutlich werde ich mit Haftbefehl gesucht» - mit diesen Worten betrat der 31-Jährige die Dienststelle.

    Der Fahndungscomputer ergab tatsächlich einen Treffer. Die Staatsanwaltschaft Kleve suchte seit November mit Haftbefehl nach dem Wohnsitzlosen. Er war wegen gemeinschaftlichen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1500 Euro oder 73 Tagen Haft verurteilt worden. Da der Mann das Geld dabei hatte, konnte er die Wache als freier Mann verlassen.

    Justizirrtum: 52,5 Jahre Fahrverbot wegen Parkrempler

    Für einen Rempler beim Ausparken mit anschließender Unfallflucht ist ein Autofahrer in Düsseldorf irrtümlich zu
    52,5 Jahren Fahrverbot verdonnert worden.
    Laut Strafbefehl hätte der Mann - beruflich auf sein Auto angewiesen - sich erst im greisen Alter von 101 Jahren wieder ans Steuer setzen dürfen.

    «Sechs Monate wären angemessen gewesen», sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Dass schließlich 630 Monate im Strafbefehl standen, sei wohl einem Fehler bei der Staatsanwaltschaft geschuldet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte: «Die Kollegin wird beim Zahlenfeld auf der Tastatur aus Versehen auf mehrere Tasten gleichzeitig gekommen sein.»

    Hier wachen wir! Ein niedersächsischer Schafzüchter setzt drei Esel zum Schutz seiner Schafherde vor Angriffen von Wölfen ein. Esel sind keine Fluchttiere und stellen sich jeder Gefahr. Es ist erwiesen, dass Wölfe in dieser Gegend schon Schafe gerissen haben. Foto: Ingo Wagner, dpa

    Knacki bekommt Modelvertrag

    Sein «sexy Verbrecherfoto» machte ihn weltbekannt, nun hat er auch einen Modelvertrag in der Tasche. Jeremy Meeks war wegen unerlaubten Waffenbesitzes war Meeks im vorigen Monat zu 27 Monaten Haft verurteilt worden. Er hofft bei guter Führung auf eine vorzeitige Freilassung im November. In einem Telefoninterview erzählt Meeks Ende Februar dem Sender ABC, er halte sich hinter Gittern fit und esse gesund. Er wolle nach der Freilassung sein Leben ändern und als Model arbeiten. Jeden Monat würde er Hunderte Fan-Briefe erhalten, gibt Meeks an. Er sitzt in einem Gefängnis im US-Staat Nevada ein.

    Bei einer Waffen-Razzia im Juni 2014 war sein Bild nach der Festnahme von der Polizei in Stockton auf Facebook veröffentlicht worden. Das «sexy Verbrecherfoto» bescherte dem Mann weibliche Anhänger auf der ganzen Welt.

     Stahlblaue Augen, kurzgeschorenes Haar und markante Gesichtszüge: Jeremy Meeks. Foto: Stockton Police Department/dpa
    Boot aus Papier

    Ein über fünf Meter langes Boot aus Papier und Pappe bauen Grundschüler in Bremerhaven - es soll im Juni erstmals zu Wasser gelassen werden. Die Kinder arbeiten seit September vergangenen Jahres, die Jungfernfahrt ist für Anfang Juni geplantDie Idee zu dem Projekt hatte der Museumspädagoge am Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven, Gero Klemke. Seinen Museums-Kollegen, den Bootsbauer Axel Dohrmann, konnte er mit seiner Begeisterung anstecken. Dohrmann plante, berechnete die Statik und informierte sich über Papier und die Zusammensetzung des richtigen Kleisters. Für die Außenhaut wird statt Holz in bis zu 34 Lagen geschichtetes Zeitungspapier und Pappe benutzt. 1,8 Tonnen soll das Boot am Ende auf die Waage bringen und 750 Kilo Last tragen können.

    Experten meinen: Das funktioniert nicht. Sie wagen es trotzdem - ein über fünf Meter langes Boot aus Papier und Pappe. Ob das Schiff wohl die Jungfernfahrt überleben wird? Foto: Carmen Jaspersen, dpa
    #weaselpecker

    Kuriose Fotos und Bildmontagen machen im Internet unter dem Schlagwort «weaselpecker» derzeit die Runde. Das ursprüngliche Bild, das ein britischer Internet-User fotografiert haben will, zeigt einen fliegenden Specht (engl.: woodpecker), auf dessen Rücken sich ein Wiesel (engl.: weasel) festklammert. Unter #weaselpecker wird jetzt auf Twitter über die Echtheit des Fotos diskutiert. Darüber hinaus finden sich Dutzende wilder Fotomontagen. 

    So reitet etwa Russlands Präsident Wladimir Putin mit nacktem Oberkörper und Sonnenbrille auf den beiden Tieren. Auch der Zauberer Gandalf aus dem «Herr der Ringe» sitzt in kämpferischer Pose auf dem Specht. Und Sängerin Miley Cyrus reitet ebenfalls auf beiden Tieren - statt auf einer Abrissbirne wie in ihrem berühmten Video «Wrecking Ball».

     
     

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    Was für ein Brocken

    Der Italiener Dino Ferrari hat einen Wels geangelt, der rund doppelt so viel wiegt wie er selbst:

    via YouTube
    Ghanaischer Monarch wieder Schirmherr von Klapprad-Rennen

    Céphas Bansah, ghanaischer König mit Wohnsitz und Autowerkstatt in Ludwigshafen, ist erneut Schirmherr des Klapprad-Wettrennens «World-Klapp». Der Plan des Pfälzer Klappvereins: der 66-Jährige soll am 1. Mai mit einem Helikopter in Schopp bei Kaiserslautern eingeflogen werden.

    Bei dem nicht ganz ernst gemeinten Wettstreit radeln Männer und Frauen mit echten oder falschen Oberlippenbärten auf Klapprädern um die Wette. Der zum vierten Mal organisierte «World-Klapp» soll in diesem Jahr 24 Stunden dauern. Nach Angaben der Veranstalter starten 48 Teams à vier Personen, die sich auf der Radrennbahn des Eichwaldstadions abwechseln. «Es werden immer gleichzeitig 48 Fahrer unterwegs sein, die ganzen 24 Stunden über», sagt Pressesprecher Holger Gockel.

    Monarch, Automechaniker, Klapprad-Schirmherr: Céphas Bansah.
    Foto: Hannibal, dpa/Archiv

    Jeden Tag eine gute Tat

    Es sah aus wie Randale, dabei waren sie im Auftrag des Herrn unterwegs - oder zumindest des Pfarrers: Sechs Pfadfinder sind von der Polizei in Höxter (NRW) gestellt worden, weil sie den Schaukasten einer Kirche aus der Halterung gerissen hatten. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren hatten sich dann mit dem Kasten davongemacht, wie die Polizei mitteilte. Bei einer Befragung stellte sich heraus: Die Pfadfinder sollten den in die Jahre gekommenen Schaukasten im Auftrag des Pfarrers abbauen und restaurieren. «Auch wenn das Abbauen des Schaukastens etwas ungestüm wirkte, ist das Engagement der Jugendlichen wirklich lobenswert», heißt es im Polizeibericht.
    Hinterachse? Kann man doch festbinden!

    Ein fehlendes Rad, Schäden an Bremsen, Lenkung und Beleuchtung - 13 Reisende wären um ein Haar mit einem schrottreifen Bus von Berlin nach Weißrussland gefahren. Der Bus stand schon mit laufendem Motor abfahrbereit am zentralen Omnibusbahnhof. Ein Mitarbeiter des Bahnhofs bemerkte aber das fehlende Rad an der Hinterachse und rief die Polizei.
    Der Fahrer nahm es gelassen: Die Radaufhängung an einer der beiden Hinterachsen sei schon auf dem Weg nach Berlin gebrochen - er habe sie einfach mit Gurten und Bändern festgebunden.

    Das ging schief: Kundin bekommt 8800 Euro Wechselgeld zu viel

    Ups .
    .. nicht aufgepasst: Fast 9000 Euro Wechselgeld zu viel soll eine Kundin bei einem Goldhändler in Bad Homburg bekommen haben. Die Frau hatte für rund 14 000 Euro Gold gekauft.
    Eine Mitarbeiterin legte die Geldscheine in ein Zählgerät, in dem sich aber noch 8800 Euro eines vorherigen Kunden befanden. Die Goldkäuferin erhielt versehentlich das gesamte Bündel - und verließ das Geschäft. Bislang hat sie sich nicht gemeldet.

    Jede Menge Wechselgeld. Foto: Daniel Reinhardt, dpa/Archiv
    von Clemens Kubenka, dpa
    von Clemens Kubenka, dpa bearbeitet von Dirk Wittenberg, dpa 2/25/2015 3:31:15 PM
    Orang-Utan-Baby Rieke lebt sich in England ein

    Schweren Herzens hatte Berlin Abschied genommen von Orang-Utan-Baby Rieke. Doch die ersten Bilder aus ihrer neuen Heimat in England lassen darauf hoffen, dass die Kleine eine schöne Kindheit haben wird. Zusammen mit ihrem neuen Adoptivbruder, Bulu Mata aus Budapest, wurde Rieke in der Monkey World im Ort Wool abgelichtet. Dort, im größten Rettungszentrum für Menschenaffen weltweit, soll Rieke nun mit Bulu Mata und vielen anderen Orang Utans aufwachsen und alles lernen, was ein Affe so wissen muss. Die Tiere haben ein turnhallengroßes Spielzimmer mit Klettergerüsten, Hängematten und Seilen, damit sie nach Herzenslust herumklettern, schaukeln und toben können - genau wie auf Bäumen in freier Wildbahn.

    Rieke war am 12. Januar im Berliner Zoo zur Welt gekommen. Ihre Mutter, die 11 Jahre alte Djasinga, wollte sich um das Töchterchen aber nicht kümmern - eine große Gefahr für Orang-Utan-Babys, die genau wie Menschenbaby voll und ganz auf Pflege angewiesen sind.

    Rieke (l) und Bulu Mata in der Monkey World in Wool.
    Foto: Monkey World - Ape Rescue Centre/dpa

    Drei Mal Zwillinge

    Die Israelin Afat Ajasch (26) hat zum dritten Mal Zwillinge zur Welt gebracht. Die junge Mutter habe einen Jungen und ein Mädchen geboren, sagte eine Sprecherin des Hillel-Jaffe-Krankenhauses in der Küstenstadt Hadera. Die beiden haben als ältere Geschwister zwei weibliche Zwillingspaare im Alter von drei und vier Jahren.

    «Es gibt in unserem Haus genug Platz für alle», wurde die etwas erschöpfte Mutter aus einem arabischen Dorf in der Nähe von Caesarea zitiert. Sie und ihr Mann Saed Ajasch seien sehr glücklich über die vielen Kinder. Es handele sich jeweils um spontane Schwangerschaften ohne künstliche Befruchtung, erklärte der Leiter des Kreißsaals, Dr. Chaim David. Alle Zwillingspaare seien zweieiig, also nicht identisch. «Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Serie beträgt eins zu fünf Millionen», so David.

    Foto: Izchak Barbi/Hillel Yaffe Medical Center/dpa

    Oscar-Moderator lässt die Hüllen fallen

    In Unterhosen auf der Bühne zu stehen scheint gerade in Mode zu sein: Oscar-Moderator Neil Patrick Harris ließ während der Gala im Dolby Theatre in Hollywood vor dem Publikum die Hüllen fallen - bis auf die Socken und eine weiße Unterhose. Es war eine Anspielung auf den Oscar-Gewinner «Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit», in dem Hauptdarsteller Michael Keaton nur in Unterwäsche am New Yorker Broadway durch die Menschenmenge läuft.

    Harris machte es ihm mutig nach und stand halbnackt vor dem Publikum im Dolby Theatre. Schauspielern sei ein «edler Beruf», gab der leichtbekleidete Gastgeber mit gespieltem Ernst von sich. Der Schauspieler und Bühnenstar löste mit seinem Striptease einen Twittersturm aus, mit lobenden Worten bis zu vernichtender Kritik.

    Foto: Michael Yada, Ampas

    Falscher Kardinal

    Ein Obdachloser gibt sich seit Monaten immer wieder als brasilianischer Kardinal aus und beschäftigt die Polizei in Süddeutschland. Der Mann habe keinen festen Wohnsitz, sei aber in Süddeutschland aufgewachsen, so Stefan Sonntag, Sprecher der Polizeidirektion Oberbayern Süd. Gegen den Mann liegen mehrere Anzeigen wegen des Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen, Diebstahls und Schwarzfahrens vor. 

    Der 66-Jährige steuerte bislang meist Klöster und Kirchengemeinden an, um dort übernachten zu können. Öfter stiehlt er dabei kirchliche Gegenstände wie Bibeln oder Gewänder. Dennoch muss die Polizei ihn immer wieder laufen lassen. «So ein einzelnes Delikt reicht nicht aus, um ihn in Haft zu nehmen», erklärt der Polizeisprecher. Der Mann ist wohl seit Dezember wieder in Deutschland und trat unter anderem in Würzburg und Frankfurt/Main auf. Zuvor hielt er sich jahrelang in Brasilien auf und gab sich auch dort als Geistlicher aus - unter anderem als Bischof von Osnabrück. Er hielt sogar Messen und nahm Beichten ab.

    Schreiben des Bischofs von Sao Paulo zum falschen Kardinal in Brasilien. Screenshot: arquidiocesedesaopaulo.org.br
    «Aber probieren musst du!»
     
    Weißbrot mit Erdbeermarmelade, Cornflakes, Milchbrötchen - so sieht das Frühstück vieler Kinder in der westlichen Welt aus. Den Jüngsten schmeckt nun mal nicht immer das Gesündeste und sind die Essgewohnheiten erst einmal antrainiert, ist es alles andere als einfach, diese wieder zu ändern. Der Gesichtsausdruck dieser amerikanischen Kids beim kosten internationaler Frühstücks-Spezialitäten spricht Bände...
     
    von watchcut via YouTube

    «Big Brother» extrem: Ein Jahr lang werden 15 Kandidaten von 100 Kameras beobachtet und rund um die Uhr für die Zuschauer gefilmt. Mitten im Nirgendwo sollen sie dann eine Zivilisation gründen. Video: dpa

    Wer als Barsch zu Fuß geht, den bestraft das Leben

    Fische schwimmen für gewöhnlich im Wasser, sie werden nicht von Autos überfahren. Einem Barsch aus dem Kälberweide, einem See bei Nettetal, ist aber genau das passiert: Bei der Bergung eines gestohlenen und versenkten Motorrollers schlüpfte er mit drei anderen Barschen aus der Verkleidung des verschlammten Zweirades.

    Während die anderen Fische von Polizisten zurück ins Wasser geworfen werden konnten, entwischte der vierte Barsch zappelnd an Land - und wurde von einem Auto überrollt. Die Polizei nahm es mit Humor und einer gewissen Mitleidlosigkeit: «Wir wünschen den überlebenden Barschen nach diesem für sie so aufregenden Aschermittwoch noch ein ruhiges Dümpeln im Tümpel.»
    von Clemens Kubenka, dpa bearbeitet von Jan Bülck, dpa 2/18/2015 4:16:57 PM
    Grundregel: Für Selfies nie geklaute Smartphones nehmen

    Dank seiner Vorliebe für Selbstporträts ist ein Handy-Dieb in Frankfurt aufgeflogen.
    Der 20-Jährige hatte einer Studentin das Smartphone gestohlen und mehrere «Selfies» gemacht.
    Das Mobiltelefon lud die Bilder aber automatisch in einen Cloud-Speicher im Internet.
    Dort konnte die bestohlene Frau die Bilder abrufen. Sie gab die Fotos an die Polizei weiter, die den Mann festnahm.
    Bauch-Tanz

    Um die Geburt einzuleiten ergreifen werdende Mütter auch mal ungewöhnliche Maßnahmen: Warum nicht einfach mal die Choreografie von Micheal Jackson's «Thriller» nachtanzen?

    von zooie82 via YouTube
    Schuhputzer verschenkt Twitter-Accounts

    Javier Castaño, spanischer Schuhputzer, hat Twitter-Profile mit den Namen von Städten und Ländern in aller Welt angemeldet und sie den jeweiligen Stadtverwaltungen und Regierungen geschenkt. Der 50-jährige Computerfan, der den Gästen eines großen Kaffeehauses in der südspanischen Metropole Málaga die Schuhe putzt, war vor mehreren Jahren auf die Idee gekommen, sein Heimatdorf Meiras bei dem sozialen Netzwerk als Benutzernamen anzumelden.

    Nachdem er damit Erfolg hatte, meldete er Twitter-Profile unter den Namen von Großstädten, Regionen und Ländern an, wie spanische Medien berichtete. Demnach habe er unter Anderem @madrid, @andalucía, @roma und @japan angemeldet. «Ich hatte mich selbst gewundert, dass diese Benutzernamen noch alle frei waren», so Castaño der Zeitung «El País». «Da habe ich mir gedacht: Ich melde sie an, bevor andere dies tun.» Vor der Wirtschaftskrise war Castaño als Grafik-Designer im Marketing tätig. Er betont, dass er kein Geld dafür erhalten habe, die Twitter-Accounts an die jeweiligen Kommunen und Länder abzutreten.

    Foto: Ole Spata, dpa
    «Mach Mutti glücklich»

    Wer einmal weg ist, kommt oftmals nicht zurück. In einigen Gegenden im Osten Deutschlands ist das immer wieder die Erfahrung. Aber es gibt auch Ideen, die Abwanderung zu stoppen. In Westbrandenburg kommt nun «Mutti» ins Spiel, um verlorene Söhne und Töchter in die Heimat zu locken.

    Fünf Städte haben dort die Postkarten-Aktion «Mach Mutti glücklich. Komm zurück» kreiert. Sie versteht sich als Anstupser für schon Wankelmütige. Job, Wohnung, Freunde und Familie wären da. «Fehlst nur noch du», wird der Kandidat umschmeichelt. «Wir machen auf ein drängendes Problem aufmerksam», erklärt Uta Nebert, Amtsdirektorin in Meyenburg. Sie sei optimistisch, dass der eine oder andere wieder Lust auf die Heimat habe.

    «Ex-Brandenburger sollen einfach mal nachdenken. Wo ist es nun schöner, in der neuen oder der alten Heimat?». Foto: Patrick Pleul, dpa
    600 Meter im Schlaf zurückgelegt

    Eine dreijährige Schlafwandlerin ist mitten in der Nacht durch ihren Heimatwort in Thüringen gewandert. Schließlich wurde das Mädchen weinend von einem Ehepaar entdeckt, wie die Polizei in Saalfeld mitteilt. Die alarmierten Polizisten brachten das Kind nach einigen Nachforschungen wohlbehalten zu den verdutzten Eltern in Unterwellenborn zurück. Sie hatten tief und fest geschlafen. Laut Polizei hatte das Mädchen schlafwandelnd Jacke und Stiefel über den Schlafanzug gezogen und 600 Meter zurückgelegt. Auch vom Vater sei bekannt, dass er schlafwandle, so eine Polizeisprecherin.

    Symbolbild: Frank Rumpenhorst, dpa 
    Spitzen-Verkleidung

    Beim Mardi Gras in New Orleans geht's drunter und drüber.
    Foto: Dan Anderson, EPA/dpa
    Mr. President amüsiert mit Video

    Eigentlich gehört staatsmännisches Benehmen zum kleinen Einmaleins jedes US-Präsidenten. Doch Obama, den der Musik-Sender MTV vergangenes Jahr zum «coolsten Präsidenten» kürte, erlaubt sich immer wieder mal Gags, witzige Sprüche und ungewöhnliche Aktionen - zur großen Freude der politikverdrossenen Jugend. Nun hat Obama in einem lustigen Werbeclip für seine Gesundheitsreform bei dem Online-Magazin «Buzzfeed» erneut für Gesprächsstoff gesorgt.

    von watchRoberTV via YouTube
    Feuerwehr befürchtet Fifty-Shades-Effekt

    Die Londoner Feuerwehr befürchtet nach der Premiere des Films «Fifty Shades of Grey» eine Flut von Sondereinsätzen.
    «Es scheint einen Fifty-Shades-Effekt zu geben», sagte Dave Brown von der London Fire Brigade. Mehr Menschen als sonst würden Sexspiele mit Handschellen oder ähnlichen Fesselwerkzeugen ausprobieren. «Der Film könne dazu führen, dass mehr Menschen gefangen sind und sich selbst nicht mehr befreien können.»

    In dem Film wird eine Studentin vom schwerreichen Unternehmer Christian Grey in die Sadomaso-Welt eingeführt. Seit Veröffentlichung des skandalumwitterten Romans von E.L. James im Jahr 2011 musste die Feuerwehr in London 90 Menschen von Handschellen befreien - in einigen Fällen seien feststeckende Ringe an männlichen Geschlechtsteilen der Grund für den Notruf gewesen.

    Auf Twitter gaben die Feuerwehrleute ein paar praktische Tipps. Einer davon lautet: «Schlüssel immer bereit halten». Ein anderer: «Gesunden Menschenverstand einschalten».

    Die Schauspieler Jamie Dornan und Dakota Johnson in einer Szene des Films "Fifty Shades of Grey". Foto: Universal Pictures
    von Clemens Kubenka, dpa bearbeitet von Christoph Lignitz, dpa 2/13/2015 1:53:03 PM
    Tierische Antwort

    Eine Kandidatin der amerikanischen «Familienduell»-Version hat mit einer Antwort für viele Lacher im Netz gesorgt. Die Frau mit dem Namen Darci sollte etwas nennen, «das ein Arzt aus dem Körper einer Person herausholen könnte» und nannte spontan den Begriff «Rennmaus». Der Moderator der Sendung schaute nach der tierischen Antwort verwirrt, ein anderer Mitspieler krümmte sich vor Lachen. Die Kandidatin selbst schüttelte den Kopf und meinte: «Ich glaube, so etwas in der Art schon einmal gehört zu haben.»

    Auch beim deutschen «Familienduell», das bis 2003 bei RTL lief, gab es haarsträubende Antworten: «Nennen Sie etwas, das man schlägt», wollte Moderator Werner Schulze-Erdel einmal wissen. «Kind», sagte der Mitspieler. Oder: «Nennen Sie ein schwarz-gelbes Insekt!» Die Antwort: «Giraffe».

    von FamilyFeud via YouTube
    Kein Sex am Valentinstag

    Thailand fordert seine Teenager zur Enthaltsamkeit am Valentinstag auf. «Habt ein besonderes Essen, aber keinen Sex», lautet der Slogan einer Kampagne des Amts zur Förderung moralischer Werte.  Thailand gehört nach Angaben des Gesundheitsministeriums zu den Ländern mit der weltweit höchsten Zahl an Teenager-Schwangerschaften. Das Amt macht unter anderem Soziale Medien und Dating-Apps dafür verantwortlich.

    Valentinstag in Bangkok. Foto: Barbara Walton, EPA/dpa/Archiv
    Suche nach Cheeseburger: Autofahrer gibt alles

    Es war Heißhunger auf einen Cheeseburger: Ein Autofahrer ist im australischen Melbourne
    mit 186 Kilometern
    in der Stunde an einer Polizeikontrolle vorbeigerast.
    Erlaubt war an der Stelle Tempo 100. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und stellten den Mann. Die Begründung des Fahrers - «Hunger» - beeindruckte die Beamten nicht. «Das wird der teuerste Cheeseburger in Melbourne», prophezeien die Ordnungshüter. Das Auto wurde für 30 Tage beschlagnahmt. Der Fahrer wurde angezeigt und muss mit einer deftigen Geldstrafe rechnen.

    Wenn Hunger rasend macht: Der Gedanke an einen Cheeseburger hat einen Australier temporär zum Rennfahrer gemacht. Foto: Armin Weigel, dpa
    von Jan Bülck, dpa bearbeitet von dpa∙live Desk 2/6/2015 6:27:10 AM
    «Knöllchen-Horst» blitzt auch beim Verfassungsgericht ab

    Auf seinen Streifzügen durch die Justiz hat «Knöllchen-Horst» auch das höchste deutsche Gericht beschäftigt: Der Frührentner, der das Anzeigen von Falschparkern zu seinem Lebensinhalt gemacht hat, fand aber kein Verständnis beim Bundesverfassungsgericht. Die Karlsruher Richter nahmen eine Verfassungsbeschwerde von «Knöllchen-Horst» erst gar nicht an und brummten ihm eine Missbrauchsgebühr von 1000 Euro auf.

    Der als "Knöllchen-Horst" bekannt gewordene Horst-Werner N. (r.) im Amtsgericht Herzberg am Harz. Foto: Mark Härtl, dpa/Archiv 

    Gefährlicher Spaß

    Auf diese verrückte Idee muss man erst einmal kommen! Diese Herren aus Russland sind auf kein Boot oder gar auf eine Yacht angewiesen - sie lassen sich auf einer Eisscholle den Fluss hinuntertreiben und lassen es sich dabei gut gehen.

    von AntonPankovChanal via YouTube
    Pinguinzähler gesucht

    Tierbilder sind im Internet sowieso der Renner - warum dann nicht mal Pinguine auf dem Bildschirm zählen? Die britische Universität Oxford und andere Organisationen sind für ihr Projekt «Penguin Watch» auf der Suche nach Freiwilligen, die auf Fotos per Mausklick Pinguine, Küken und Eier markieren.
    50 Kameras nehmen die  Bilder in der Antarktis und im Südpolarmeer auf.Um die Pinguin-Kolonien gründlich zu beobachten, müssen die Wissenschaftler wissen, was darauf ist. Entsprechende Computerprogramme werden gerade entwickelt, - vorerst müssen Menschen zählen, bequem am eigenen PC.

    Ziel ist es, den Einfluss des Klimawandels, der Fischerei und anderer Störungen durch die Menschen zu messen. Bislang fehlen dafür Daten. Liefern sollen sie die 50 Kameras, von denen jede pro Tag 8 bis 96 Bilder schießt. Foto: How Hwee Young, dpa/Archiv
    von Thomas Rohatzsch, dpa bearbeitet von dpa∙live Desk 2/3/2015 2:10:18 PM
    Roboter im Kundenservice

    Eine japanische Großbank lässt erstmals einen humanoiden Roboter im Kundenservice arbeiten. Wie ein Sprecher des Finanzinstituts Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ  mitteilt, soll der NAO genannte Prototyp im Frühling zunächst versuchsweise in ein oder zwei Filialen in Tokio eingesetzt werden.

    Der 58 Zentimeter hohe und 5,4 Kilogramm schwere Roboter ist mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet und soll die Kunden beim Betreten der Bank empfangen. Sobald der Kunde dem Roboter sein Anliegen mitgeteilt hat, antwortet der Roboter und weist dem Gast den Weg zum jeweiligen Bankschalter. Der Humanoide kann in 19 verschiedenen Sprachen kommunizieren.

    25 bewegliche Gelenke helfen der Maschine beim Gestikulieren. Foto: Aldebran/Picasa/dpa

    Der etwas andere Faschingsumzug. Video: Jule Albrecht, dpa

    Einnahmen gesucht

    Die klammen Städte erweisen sich als erfinderisch, wenn es darum geht, Geld in die Kasse zu bekommen.
    Krefeld plant jetzt eine Gebühr für die Vergabe amtlicher Hausnummern von Neubauten. Kostenpunkt: 50 Euro, sagt ein Sprecher der Stadt und bestätigt damit einen Bericht der «Rheinischen Post». Für Änderungen, Ergänzungen oder Löschungen von Hausnummern sollen sogar 100 Euro fällig werden. Mit dieser und weiteren neuen Gebühren will die verschuldete 220 000-Einwohner-Stadt etwa 36 000 Euro pro Jahr einnehmen.

    Hausnummern sollen in Krefeld künftig zur Haushaltssanierung beitragen. Foto: Federico Gambarini, dpa/Archiv


    Ampelfrauen ausgebremst

    Der Vorstoß einiger Stadtteil-Politiker, der im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, ist von der Stadtverwaltung gestoppt worden. Sie wollten die grünen und roten Männchen auf den Ampeln gegen Frauen austauschen - aus Gründen der Gleichstellung und der Verkehrssicherheit. Schließlich hätte die Ampelfrau mit ihrem Zopf und dem Kleid eine größere Leuchtfläche.

    Doch das Tiefbauamt habe in einem Gutachten festgestellt, dass die Bezirksvertretung gar nicht zuständig ist, so ein Sprecher der Stadt. Die Ausgestaltung der Verkehrssignalanlagen sei eine Aufgabe, die das gesamte Stadtgebiet betreffe. Also sei der Stadtrat zuständig. Dort allerdings gibt es derzeit keinen Vorstoß zugunsten von Ampelfrauen.

    Foto: Jörg Carstensen, dpa/Archiv 
    Diese «Nutella» hat keine Zukunft

    Im französischen Valenciennes wollten Eltern ihre Kinder «Nutella» und «Fraise» (Erdbeere) nennen. Das Familiengericht hatte was dagegen und schob dieser ungewöhnlichen Idee einen Riegel vor. Die Vornamen würden den Interessen der Kinder schaden - das Gericht habe die ungewöhnlichen Namenswünsche abgelehnt, berichtet die französische Lokalzeitung «La Voix du Nord».

    Die Eltern müssen sich für die Babys nun andere Namen einfallen lassen. 
    Symbolbild: Patrick Pleul, dpa/Archiv 
    Künstlername für Prostituierte im Ausweis?

    Eine Berliner Prostituierte bekommt nach einem Gerichtsurteil keinen Künstlernamen im Personalausweis. Die Frau, die einen Escort-Service betreibt, sei keine Künstlerin, meint das Verwaltungsgericht.

    Die Klägerin hatte argumentiert, als Kultur- und Erotikbegleiterin arbeite sie mit ihrem Körper ebenso wie etwa eine Tänzerin. Sie schlüpfe in Rollen wie eine Schauspielerin und löse beim Betrachter Affekte aus, wie es auch andere Künstler täten. Das sehen die Richter anders: Das sei beim besten Willen keine freie schöpferische Gestaltung - die sexuellen Bedürfnisse der Kunden stünden im Mittelpunkt.

    Prostituierte an der Bar: Kein künstlerischer Beruf, meinen die Verwaltungsrichter. Foto: Oliver Berg/dpa

    von Clemens Kubenka, dpa bearbeitet von dpa∙live Desk 1/26/2015 3:12:21 PM
    Peinlicher Versprecher

    Eigentlich war das Geschenk natürlich für die First Lady gedacht. Doch dann unterlief GloZell Green, die US-Präsident Obama gemeinsam mit zwei anderen Internet-Stars im Weißen Haus befragen durfte, ein peinlicher Fehler: «Für Ihre erste Frau», sagt die für ihren grün bemalten Lippen bekannte Comedy-Frau, als sie Obama drei Tuben grünen Lipgloss überreichte. «Meine erste Frau?», fragt der Präsident etwas verwundert, «Wissen Sie etwas, das ich nicht weiß?» Gemeint war statt der «First Wife» natürlich seine Frau und First Lady Michelle. 

    «Ich werde Michelle bitten, ihn auszuprobieren, vielleicht heute Abend», fängt Obama den kleinen Patzer auf - und ließ sich nach den Interviews mit Green, Bethany Mota und Hank Green sogar zu einem Selfie hinreißen. Die drei für ihre Youtube-Videos bekannten Internet-Promis befragten Obama zu Themen wie Bildung, Homo-Ehe, der Legalisierung von Marihuana und dem Anti-Terror-Kampf.

    via YouTube
    Knöllchen als Geschäft

    Die spanische Stadt Parla südlich von Madrid macht das Eintreiben von Strafmandaten zu einem einträglichen Geschäft. Die hoch verschuldete Gemeinde mit 125.000 Einwohnern erteilt einer Firmengruppe den Auftrag, die Geldbußen für Verkehrsdelikte zu kassieren. Wie die Zeitung «El País» berichtet, haben die Unternehmen innerhalb von zwei Monaten zwei Millionen Euro eingetrieben, von denen sie 1,6 Millionen für sich behalten durftenIn dieser Zeit seien ein Fünftel aller Autofahrer in der Stadt zur Kasse gebeten worden. Dazu hatten vor allem die Radaranlagen auf den Hauptstraßen beigetragen. In weiten Teilen der Stadt gilt Tempo 40, auch auf vierspurigen Alleen ohne Fußgängerüberwege.


    Aus der Rubrik «Kuriose Gerichtsurteile»

    Ein Lastwagenfahrer muss nach Auffassung des Oberlandesgerichts Oldenburg nicht wissen, wie lang die Striche der Fahrbahnmarkierung auf einer Autobahn sind. Das Gericht hebt ein Urteil des Amtsgerichts Wildeshausen gegen einen Lkw-Fahrer auf, der 80 Euro Bußgeld zahlen sollte, weil er den Mindestabstand von 50 Metern nicht eingehalten hatte. Nach der Argumentation des Amtsgerichts hätte der Fahrer seinen Abstand anhand der unterbrochenen Mittellinie erkennen müssen.

    Dieser Begründung folgte der Senat des Oberlandesgerichts nicht. Zwar ergebe sich aus der Richtlinie für Straßenmarkierungen die Länge der Striche von sechs Metern und die der Zwischenräume von zwölf Metern. Das sei dem durchschnittlichen Kraftfahrer aber nicht bekannt, heißt es in dem mitgeteilten Beschluss vom 5. Januar. Der Senat des Oberlandesgerichts verwies die Sache an das Amtsgericht mit dem Hinweis zurück, dass er eine erneute Verurteilung aber für möglich halte.

    Symbolbild: Ralf Hirschberger, dpa/Archiv
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