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Lustig, absurd, abenteuerlich: Unser NewsBlog über Buntes, Kurioses und Skurriles versorgt Sie mit den amüsantesten und unglaublichsten Geschichten aus aller Welt.

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    "Strache-Villa" wird Kulisse für Rap-Video

    Die Villa auf Ibiza, in der die österreichische Staatskrise ihre Anfang genommen hat, ist nun die Filmkulisse für das Musikvideo einer Hamburger Rapperin geworden. Die Künstlerin Haiyti hat dort das Video zu ihrem neuen Lied "Coco Chanel" aufgenommen. Das sei eine spontane Idee beim Durchblättern der Zeitung gewesen, so der Hamburger Filmemacher Paul Spengemann. Er hatte das Video gemeinsam mit Steffen Goldkamp vor zehn Tagen auf der spanischen Insel gedreht. Zuerst hatte das Kulturmagazin "Monopol" online über die Veröffentlichung des Clips berichtet.

    Das Strache-Video bediene im Grunde ein klassisches Hip-Hop-Setting, sagte Spengemann weiter. Teure Autos vor der Tür, Security, Energydrinks mit Wodka auf dem Tisch - das seien ähnliche Codes, wie man sie in klassischen Rap-Videos wiederfinde. "Wenn nicht an dem Ort, wo dann? Das war unser Gefühl." Es gehe vor allem darum, Reichtum protzig zur Schau zu stellen. Als Satire oder ähnliches will Spengemann das Video nicht verstanden wissen. Das Lied ist bereits vor der Veröffentlichung des Strache-Videos entstanden.

    Wal-Umzug

    UPDATE Zwei Beluga-Wale sind von China nach Island umgezogen. Nach zwölf Stunden Flug seien die Weißwale Little Grey und Little White wohlbehalten auf dem Flughafen Keflavik gelandet, so eine Sprecherin der luxemburgischen Frachtfluglinie Cargolux. Die zwei Tiere sind auf dem Weg zum weltweit ersten Schutzgebiet für Beluga-Wale vor der Insel Heimaey im Süden Islands. In einer 32.000 Quadratmeter großen Bucht sollen sie in einer natürlichen Umgebung leben können, wie die Umweltorganisation Sea Life Trust mitteilt. 

    Die beiden Wal-Weibchen aus dem Changfeng Ocean World Aquarium in Shanghai waren die meiste Zeit ihres Lebens in Gefangenschaft. Sie wurden auch für Unterhaltungsshows im Meeresaquarium eingesetzt. Mit ihrer Ankunft fällt der Startschuss für das Freiwasserreservat, das von Sea Life Trust eröffnet wird. Es ist unter Wasser mit Netzen zum offenen Meer hin abgegrenzt, auch um die Wale zu schützen. Es sei geplant, künftig dort weitere Belugas aufzunehmen, teilt Sea Life Trust mit.


    Die beiden Beluga-Wale Little White und Little Grey im Meeresaquarium in Shanghai. Foto: Aaron Chown/Press Association/dpa

    Eine Boeing 747 der luxemburgischen Frachtfluggesellschaft Cargolux. Mit dieser Maschine sollen zwei junge Beluga-Wale, mit je einem Gewicht von rund 900 Kilogramm, für die Organisation Sea Life Trust von China nach Island transportiert werdenFoto: Harald Tittel, dpa

    Van Goghs Revolver?

    Ein verrosteter Revolver, mit dem der niederländische Maler Vincent van Gogh sich selbst getötet haben soll, ist in Frankreich für 162.500 Euro versteigert worden. Das teilt das Pariser Auktionshaus Drouot via Twitter mit. Die Waffe sei 1960 von einem Landwirt auf einem Feld bei Auvers-sur-Oise bei Paris entdeckt worden, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP ergänzend. Dort habe sich Van Gogh mit der Schusswaffe tödlich verletzt. AFP zitiert den Auktionator Grégoire Veyrès, wonach davon ausgegangen werde, dass es sich um die Waffe Van Goghs handele - 100-prozentige Sicherheit gebe es aber nicht

    Die Identität des Käufers ist laut Bericht nicht bekannt - er habe per Telefon geboten. Der Schätzpreis in der Spanne von 40.000 bis 60.000 Euro wurde demnach weit überschritten. Van Goghs Schaffen war prägend für den Impressionismus. Seine Werke sind Millionen Euro wert.



    Krokodile im Badesee?

    Eine Spaziergängerin will in einem See in Baden-Württemberg drei kleine Krokodile gesehen haben. Damit hat sie eine Suchaktion und die Sperrung der drei Bürgerseen in Kirchheim unter Teck ausgelöst. Wie die Stadt mitteilt, hatte die Frau die Polizei verständigt und angegeben, die Tiere im unteren Bürgersee gesehen zu haben. Seitdem suchen die Beamten - bislang ohne Erfolg.

    Die Seen sollen voraussichtlich noch bis Montag gesperrt bleiben. Man trage die Verantwortung für die Sicherheit der Bürger, so ein Sprecher der Stadt. Bei der Suche helfen soll eine Expertin der Stuttgarter Zoos. "Das ist für uns Neuland."


    Foto: SDMG/Krytzner/dpa

    Suche nach Futter

    Ein Eisbär auf Nahrungssuche ist in Sibirien in besiedeltes Gebiet vorgedrungen und sorgt nun in einer russischen Stadt für Aufregung. Bilder zeigen, wie das Tier in Norilsk unbeeindruckt von Autos Straßen überquert und keine Scheu vor Menschen hat. Es sei noch nicht entschieden worden, ob der Bär zurück an die Küste gebracht werde oder in einen Zoo, berichten lokale Medien unter Verweis auf Behördenangaben. Es sei das erste Mal seit 40 Jahren, dass ein Eisbär in der Kleinstadt rund 2800 Kilometer nordöstlich von Moskau gesichtet wurde, hieß es. "Ein einzigartiger und seltener Fall", so Anatoli Nikolaitschuk von der lokalen Jagdbehörde der im Gespräch mit Agentur Tass

    Experten schätzen, dass das Tier Hunderte Kilometer vom Nordpolarmeer zurückgelegt hat. Die Behörden warnten davor, sich dem Bären zu nähern. Erst Anfang des Jahres waren 50 Eisbären auf der russischen Inselgruppe Nowaja Semlja im Polarmeer in eine Siedlung eingedrungen. Als Grund nannten Wissenschaftler, dass die Robbenjagd für die Eisbären durch den Klimawandel schwerer geworden sei. Weil das arktische Eis schmilzt, wandern die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt Eisbären als gefährdete Art. 


    Foto: Irina Yarinskaya, Zapolyarnaya Pravda/dpa 

    WM-Premiere

    Erstmals bei einer Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen kommentieren drei Journalistinnen aus den südpazifischen Nationen Vanuatu und Fidschi die Spiele Neuseelands in ihren Muttersprachen. Die beiden Vanuatuerinnen Adele Willie und Jennesa Hinge Moli sowie die Fidschianerin Lavenia Yalovi folgen den "Football Ferns" durch Frankreich, um die Spiele für die Website der ozeanischen Fußball-Konföderation (OFC) live zu begleiten.

    Ihr Radiokommentar wird nach Papua-Neuguinea, Tonga, Samoa, Vanuatu, Niue und Neuseeland übertragen und erfreut sich dort laut FIFA großer Beliebtheit. Vorwiegend verwenden die Reporterinnen dabei Bislama, eine Kreolsprache, die in Vanuatu, Papua-Neuguinea und den Salomon-Inseln verbreitet ist. 



    "Von mobilem Gerät gesendet"

    Eine ägyptische TV-Moderatorin hat mit einem peinlichen Versprecher nach dem Tod des Ex-Präsidenten Mohammed Mursi Einblick in die strikten Zensurmethoden des Landes gewährt. Ihren Bericht zum Tod des früheren Spitzenpolitikers las sie von einem Teleprompter ab - und schloss mit dem Satz: "Von einem Samsung-Gerät gesendet." Beobachtern zufolge war es ein klarer Hinweis darauf, dass Wortlaut und Details über Berichte zum Tod des 67-Jährigen von höchster Ebene diktiert wurden - verschickt per Smartphone an Redaktionen im Land. Der Text ihrer Moderation glich exakt den Berichten in Tageszeitungen des Landes. Samsung zählt zu den meistgenutzten Herstellern von Smartphones in Ägypten. 

    Der Tod Mursis, der seit seinem Sturz im Jahr 2013 inhaftiert war, blieb in ägyptischen Zeitungen nur eine Randnotiz. Der unabhängigen Online-Zeitung "Mada Masr" zufolge tauchte meist derselbe, 43 Wörter lange Bericht auf. Nur die private Zeitung "Al-Masry Al-Youm" berichtete über den Tod auf der Titelseite.



    Keine Spur von Aliens

    Drei Jahre haben US-Astronomen das Weltall nach außerirdischer Intelligenz abgesucht - bisher aber vergeblich. Das teilten die Wissenschaftler des kalifornischen Seti-Instituts nun in zwei Publikationen mit. Das Programm "Breakthrough Listen" hatte 1327 Sterne im Umkreis von bis zu 160 Lichtjahren abgesucht. Es war damit die bisher umfassendste Suche dieser Art nach außerirdischer Intelligenz.
    Es sei buchstäblich eine Suche nach der "Nadel im Heuhaufen" gewesen, heißt es in der Mitteilung des Programms. Mithilfe von Radioteleskopen in den USA und Australien hatten die Wissenschaftler Milliarden von Funkfrequenzen nach Signalen abgehört, die zu genau definiert sind, um einen natürlichen Ursprung zu haben. Die Frequenzen, auf die das zutraf, stammten jedoch nicht von außerirdischen, sondern von menschlichen Technologien.

    "Das muss aber nicht bedeuten, dass es da draußen kein intelligentes Leben gibt", sagte Danny Prince, der bei dem Projekt mitwirkte. "Vielleicht haben wir nur noch nicht am richtigen Ort gesucht", bemerkte Prince.


    Foto: Patrick Pleul, dpa

    Schneepflugmeisterschaft im Hochsommer

    Bei Temperaturen von knapp unter 30 Grad sind gestern  Schneepflug-Fahrer des Landes Hessen und aus Kommunen um die Wette gefahren. Bei dem Wettbewerb in Baunatal (Kreis Kassel) hatten die Teams aus Nordhessen die Nase vorn gehabt, berichtet eine Sprecherin von Hessen Mobil. Die ersten drei Plätze belegten die Teams der Straßenmeisterei Frankenberg, der Autobahnmeisterei Baunatal und der Autobahnmeisterei Gudensberg. Sie werden nun am 6. und 7. September bei der Deutschen Meisterschaft antreten, die im nordhessischen Gudensberg stattfindet.

    Insgesamt traten 15 Teams an. Die meisten arbeiten für die Straßenverwaltung Hessen Mobil. Die Teilnehmer mussten möglichst schnell einen vorbereiteten Parcours mit einem Winterdienstfahrzeug mit angebautem Schneepflug überwinden. Zu den Aufgaben gehörten zum Beispiel eine Slalomfahrt um Kegel, die Fahrt über eine Rampe, das Verschieben eines Reifenstapels sowie das Passieren einer Engstelle ähnlich einer Rettungsgasse. Mit der Hitze hatten die Teilnehmer laut Hessen Mobil keine Probleme: "Sonne sind die Jungs gewöhnt, weil sie jeden Tag mit Fahrzeugen unterwegs sind", erklärt die Sprecherin. 

    Bosse besingt Halle

    Der Musiker Axel Bosse hat der Saalestadt Halle eine kurze eigene Hymne gedichtet. In einem Video bei Instagram performt er am Rand eines Konzerts in Dresden mit Bandmitgliedern eine neue Version seines Songs "Hallo Hometown". Statt dieses Ausrufs ist jetzt "Hallo Halle, ich bin wieder da" zu hören. Der Sänger hatte Ende Mai bei dem Foto-Netzwerk seine Fans aufgerufen, sich vor ihrem Ortsschild zu fotografieren. Verlost werden unter anderem die Mini-Hymnen. In "Hallo Halle" verrät Bosse singend auch, wem die Stadt das Ständchen verdankt: Niels und Julia schickten ein Bild - mit Ortsschild.


    Wuhuuu. Unser Sommerkonzert in Dresden ist ausverkauft und Julia und Niels aus Halle kriegen HalloHalle um die Ohren. Ihr könnt noch ordentlich Fotos vor Euren Ortsschildern machen. Wir singen das noch ein wenig weiter für Euch... hashtag wäre #hallohometown 💥 #axelbosse #allesistjetzt #dresden @martinwenk @valentineberlin
    Instagram | axelbosse

    Carl Josef steckt sie alle in die Tasche

    Er ist gerade mal 14 Jahre alt, geht in die achte Klasse und sitzt im Rollstuhl. Aber der Humor von Carl Josef dürfte deutlich schwärzer und abgeklärter sein als der seiner meisten Altersgenossen. Im Netz jedenfalls ist sein Witz fulminant eingeschlagen. Mehr als 1,6 Millionen Youtube-Aufrufe hat sein Auftritt bei der Kölner Comedy-Show "Night Wash" nach kaum zwei Tagen bereits erreicht. Kein Wunder bei so einer Begrüßung: "Mein Name ist Carl und ich seh es euch an, ihr fragt euch jetzt alle dasselbe. Ich weiß, ich muss es ansprechen: Und ja, ich bin Single."

    YouTube | MySpass

    Norwegische Insel will erste zeitfreie Zone der Erde werden

    Eine nordnorwegische Insel will die auf ihr geltende Zeit abschaffen. Weil Sommarøy in den Sommermonaten von der Mitternachtssonne gesegnet sei und die Sonne damit knapp 70 Tage lang nicht untergehe, bemühe sich die Insel darum, offiziell als erste zeitfreie Zone der Erde anerkannt zu werden, sagt Kjell Ove Hveding von der entsprechenden Initiative auf Sommarøy der Deutschen Presse-Agentur. Weil es immer hell sei, müsse man gar nicht so genau wissen, wie spät es gerade sei.

    "Wenn du im Norden Norwegens lebst, macht es keinen Sinn, über Zeiten fürs Abendessen oder irgendeine andere Zeit zu reden", sagt Hveding. "Uns wird beigebracht, abends ins Haus zu gehen und um 21.00 Uhr Fernsehen zu gucken. Wir denken darüber gar nicht nach. Aber warum soll man um 17.00 Uhr Essen, wieso nicht erst um 22.00 Uhr? Lasst uns um Mitternacht Fußball spielen, warum nicht?" Hveding räumt ein, dass es sich um eine durchaus verrückte Idee handele. Und die Idee nimmt immer konkretere Züge an: Eine Petition wurde unterzeichnet, Hveding überreichte sie vor wenigen Tagen einem Parlamentsmitglied. Ob die Regierung in Oslo dem Ganzen zustimmt? Das ist noch unklar.


    Foto: Hinrich Bäsemann, dpa

    Ungewöhnlicher Einsatz für Spiderman

    Normalerweise ist Spiderman in New York beheimatet, doch nun wurde er fernab seiner Heimat - in Florida - gesichtet. Dort hatte sich ausgerechnet inmitten eines Unwetters ein Arbeiter im Superhelden-Kostüm in Miramar auf ein Dach begeben, um dieses zu reinigenwie der Sender NBC2 berichtet. 

    Instagram | skinnygeorge

    Politiker mit Katzenohren 

    Mit so viel internationaler Aufmerksamkeit dürfte der pakistanische Informationsminister Shaukat Yousafzai's nach seiner jüngsten Pressekonferenz wohl kaum gerechnet haben. Das Problem, die Aufmerksamkeit bezog sich weniger auf das Gesagte, als viel mehr auf die Art der Präsentation. Laut Medienberichten hatte ein Mitarbeiter versehentlich einen Katzenfilter aktiviert, als die Konferenz via Facebook-Stream übertragen wurde. Als das Malheur schließlich auffiel, wurde der Filter schnell entfernt. Yousafzai soll die Panne übrigens mit Humor genommen haben. Kein Wunder, schließlich gehört Katzen-Content zu den beliebtesten Inhalten, die das Netz zu bieten hat.

    "Beste Heldin im wahren Leben"

    Die Kategorie "Bester Held" gibt es bei den MTV-Filmpreisen schon lange, in diesem Jahr kam zum ersten Mal auch der «Beste Held im wahren Leben» dazu: "Bester Held" wurde diesmal Robert Downey Jr. für seine Superheldenrolle in "Avengers: Endgame". "Beste Heldin im wahren Leben" darf sich nun Ruth Bader Ginsburg nennen, Richterin am Supreme Court der USA. Sie gilt als Vorreiterin für Frauenrechte und liberale Denkweisen


    Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Obersten Gerichtshof der USA. Foto: Marcio Jose Sanchez, AP/dpa/Archiv

    Rostige Nofretete 

    Im noch geschlossenen Humboldt Forum Berlin steht nun sperrangelweit geöffnet ein sehr schwerer und geschichtsträchtiger Zugang. Die Tür des legendären Techno-Clubs "Tresor" ist als erstes Objekt der künftigen Berlin-Ausstellung in dem für rund 600 Millionen Euro entstehenden neuen Schloss angekommen. "Tresor"-Gründer Dimitri Hegemann, der die Stahltür dem Stadtmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat, sprach von einer "Nofretete" - in Anspielung auf die bekannte ägyptische Skulptur im Berliner Neuen Museum. 

    Aus Sicht von Stadtmuseums-Direktor Paul Spies ist die mit Sockel rund fünf Tonnen schwere und etwa 2,30 Meter hohe Stahltür ein Symbol für die Geschichte der Stadt. Ursprünglich sicherte die Tür den Tresorraum des Kaufhauses Wertheim, deren jüdische Besitzer während des Nationalsozialismus enteignet wurden. Das Kaufhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Fall der Mauer lockte das "Tresor" nahe dem Potsdamer Platz vor allem junge Menschen aus der ganzen Welt durch seine zunehmend berühmte Eingangstür.


    Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa

    Die Sache mit dem Versprechen

    Kein guter Tag für Verkehrsminister Andreas Scheuer und seine CSU. Der Europäische Gerichtshof hat die Pkw-Maut in Deutschland gestoppt. Sie sei rechtswidrig und diskriminierend, da ihre wirtschaftliche Last praktisch ausschließlich auf den Haltern und Fahrern von in anderen EU-Staaten zugelassenen Fahrzeugen liege, erklären die obersten EU-Richter in Luxemburg. Die Einführung der Maut nach dem jetzigen Modell ist damit nicht möglich. Und dabei hatte Scheuer doch vor zweieinhalb Jahren noch so selbstbewusst verkündet: "Die Maut kommt". Im Netz wird der Tweet nach dem EuGH-Urteil von einigen Spöttern nun gerne noch einmal aufgegriffen. 



    Beißender Gestank und Dieselgeruch

    Die typischen Gerüche und Verschmutzung der Luft in fünf Städten der Welt ahmt eine Installation eines britischen Künstlers nach. In fünf miteinander verbundene Kuppeln können die Besucher die Umwelt in Peking, Neu Delhi, London, São Paulo und auf der norwegischen Insel Tautra nachempfinden. So schlägt dem Besucher in der Neu-Delhi-Kuppel beißender Geruch entgegen, weil in der indischen Metropole viel Müll - auch Plastik - verbrannt wird. In der britischen Hauptstadt riecht es dagegen nach Diesel und auf Tautra bei Trondheim kann man frische Luft atmen. 

    Künstler Michael Pinsky will mit seiner Installation "Pollution Pods" (etwa: Verschmutzungsbehälter) auf die Umweltbelastung in Metropolen und deren Folgen hinweisen: für das Klima und die Gesundheit. "Die Kunst sollte die Menschen zum Nachdenken bringen", teilt Pinsky mit.


    Die "Pollution Pods" - aufgestellt anlässlich von Manchesters  "Clean Air Week".  Foto: Peter Byrne, PA Wire/dpa

    Die Herkunft des Hundeblicks

    Menschen haben sich den oft unwiderstehlichen Hundeblick eigens herangezüchtet. Anders als Wölfe besitzen Hunde einen Muskel, der es ihnen ermöglicht, die inneren Augenbrauen anzuheben, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA im Fachmagazin "PNAS". Das Gesicht des Tieres wirke dadurch kindlicher. Außerdem ähnele der Blick dem eines traurigen Menschen - das könnte beim Herrchen einen Betreuungsreflex auslösen. Schon 2013 hatte eine Studie gezeigt, dass Hunde in Tierheimen, die die Braue öfter heben, schneller wieder ein Zuhause finden.

    Die Wissenschaftler um Juliane Kaminski von der University of Portsmouth (Großbritannien) hatten für ihre Studie unter anderem die Gesichtsmuskulatur von vier Wölfen mit der von sechs Hunden verglichen. Dabei stellten sie fest, dass diese weitgehend gleich ist - außer im Bereich der Augen. Der Muskel etwa, der die innere Augenbraue hebt, war bei den Hunden standardmäßig vorhanden, bei den Wölfen fanden sich dort lediglich spärliche Muskelfasern und Bindegewebe.


    Foto: Julian Stratenschulte, dpa

    Wenn Michelle Obama ihre Gegner "verspeist"

    Sportlicher Erfolg für Michelle Obama (55): Die frühere First Lady der USA hat in einem Völkerballspiel gegen eine von Moderator James Corden (40) angeführte Promi-Mannschaft aus Großbritannien gewonnen. Das US-Team um Obama und die Schauspielerinnen Melissa McCarthy, Mila Kunis und Kate Hudson setzte sich mit 2:1 durch. Die von Corden moderierte "Late Late Show" strahlte den rund 12-minütigen Clip des Spaßspiels nun aus und veröffentlichte ihn online.

    In der britischen Mannschaft spielten unter anderem Sänger Harry Styles, "Game of Thrones"-Darsteller John Bradley und Schauspieler Benedict Cumberbatch mit. Obama zeigte sich von Anfang an hochmotiviert. "Unser Team verspeist sie zum Frühstück... die wichtigste Mahlzeit des Tages", sagte sie. Die erste Partie entschied die ehemalige First Lady sogar - mit einem Wurf in den Schritt von Styles. Am Ende freuten sich die US-Frauen im Konfettiregen über eine übergroße Goldtrophäe.

    YouTube | The Late Late Show with James Corden

    Betrunkene Zwillinge stellen Ermittler vor schwierige Aufgabe 

    Ein betrunkenes Zwillingspaar stellt Polizisten in Braunschweig vor schwierige Ermittlungen. Einer der beiden 46 Jahre alten Männer kommt für eine Mofafahrt mit knapp 3 Promille in Betracht, wie die Polizei mitteilte. Da sich bisher nicht klären ließ, wer so stark alkoholisiert von einem Schnellimbiss zur Wohnung fuhr, richtet sich der Verdacht gegen beide Brüder.

    Eine Passantin hatte am vergangenen Freitag einen betrunkenen Mann bei der Polizei gemeldet, der von einem Imbiss wegfuhr. Das Nummernschild führte die Beamten zu einer Wohnung - als die Polizisten dort eintrafen, aßen die Männer gerade. Beide mussten pusten und hatten jeweils fast 3 Promille im Blut. Wer gefahren ist, sollen die weiteren Ermittlungen ergeben. In einer ersten Befragung gaben die Brüder an, keiner von ihnen sei es gewesen.


    Foto: Britta Pedersen, dpa

    Ein Eis von Putin

    Anlässlich des 66. Geburtstages von Xi Jinping hat Kremlchef Wladimir Putin den chinesischen Präsidenten Medienberichten zufolge mit Eiscreme überrascht. Die beiden Staatschefs trafen sich am Wochenende bei einer Konferenz im tadschikischen Duschanbe, dabei hat Putin Xi das Eis als Präsent überreicht, berichtet CNN unter Berufung auf den Kreml.

    Xi hatte dem Moskauer Zoo bei seiner Russland-Visite vor gut zehn Tagen zwei Riesen-Pandas als Leihgabe mitgebracht.



    Baby wollte trotz Polizei-Eskorte nicht warten

    Selbst eine Polizei-Eskorte mit Blaulicht hat ein Baby in Schaffhausen nicht vor einer unkonventionellen Geburt bewahren können. Die Schweizer Beamten mussten stoppen und schafften es gerade noch, die hochschwangere Mutter in einem ebenfalls mit Blaulicht zur Hilfe gerasten Rettungswagen zu bringen, in dem die Frau wenige Minuten später ein gesundes Mädchen zur Welt brachte, wie die Polizei von Schaffhausen mitteilt.

    Der werdende Vater hatte am Sonntagabend eine zufällig vorbeifahrende Polizeipatrouille alarmiert, weil seine Frau auf dem Beifahrersitz auf dem Weg zum Krankenhaus sehr heftige Wehen bekommen hatte. Ein Beamter übernahm kurzerhand das Steuer, seine Kollegin lotste das Auto mit Blaulicht zum Spital. Die Beamten alarmierten zur Vorsicht noch einen Rettungswagen, der ihnen entgegenfuhr. Gerade rechtzeitig trafen die Autos zusammen: das Baby wollte nicht länger warten.



    "Sie spritzt"

    Eine meterhohe Kunstinstallation erregt seit dem Wochenende die Gemüter vieler Kölner: Künstler haben eine Werbung der Kölsch-Brauerei Reissdorf abgewandelt und am Neumarkt eine Leuchtreklame aufgebaut, bei der sich die Figur nicht wie im Original ein Bier gönnt - sondern eine Spritze setzt. Die Künstler wollen nach eigenen Angaben auf die Drogenszene aufmerksam machen. Die Brauerei kündigte rechtliche Schritte an. Die bekannte Originalwerbung hängt an einem Haus am Kölner Rudolfplatz: Dort ist abwechselnd zu sehen, wie ein Mann ("Er trinkt") beziehungsweise eine Frau ("Sie trinkt") ein Kölschglas heben. Am Neumarkt lautet der Schriftzug an den Neonröhren "Sie spritzt".

    Die verantwortlichen Künstler wollten auf die Verdrängung der Drogenabhängigen aufmerksam machen, die seit Jahren am Neumarkt verkehren, heißt es auf der Internetseite des "Impulse Theater Festivals", für das die Installation aufgestellt wurde. Kölsch sei im Gegensatz zu Heroin und anderen Drogen "jenes Suchtmittel, das die Identität einer ganzen Stadtgesellschaft prägt". "Illegaler Drogenhandel wird gleichgesetzt mit dem Verkauf von Kölsch", kritisiert dagegen die "Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt" die Aktion laut einer Mitteilung.


    Eine Kunstinstallation auf dem Neumarkt zeigt eine Figur, die für das "Impulse Theater Festival" aufgestellt wurde. Künstler haben eine Werbung der Kölsch-Brauerei Reissdorf abgewandelt und am Neumarkt die meterhohe Leuchtreklame aufgebaut, bei der sich die Figur nicht wie im Original ein Bier gönnt, sondern eine Spritze setzt. Foto: Henning Kaiser, dpa

    317.500 Dollar für den Pontiac von Burt Reynolds

    Neun Monate nach dem Tod des Schauspielers Burt Reynolds sind Andenken aus dem Nachlass der Hollywood-Legende für Hunderttausende Dollar versteigert worden. Alleine Reynolds' spezialangefertigter schwarz-goldener Pontiac Trans Am aus dem Jahr 1979, der seinen Wagen in seinem Millionenerfolg "Ein ausgekochtes Schlitzohr" erinnert, brachte laut dem Auktionshaus Julien's Auctions in Los Angeles 317.500 Dollar (etwa 282.000 Euro) ein. Ein Cadillac des Schauspielers ging für 41.600 Dollar an seinen neuen Besitzer. Auch das handsignierte Original-Drehbuch von "Ein ausgekochtes Schlitzohr", ein Ölgemälde von Reynolds' Lieblingspferd "Cartouche", Filmrollen und ein von Clint Eastwood signiertes Poster kamen am Wochenende unter den Hammer.


    Schauspielers Burt Reynolds steht an seinem schwarz-goldenen Sportwagen der Marke Pontiac Trans Am. Foto: Juliens Auctions/dpa

    Kanjana bringt Thailand das Lächeln zurück

    Sogar schwedische Fans applaudierten, als Kanjana Sung-Ngoen in der Nachspielzeit den ersten Treffer für Thailand bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich erzielte. Nach dem verheerenden 0:13 gegen die USA - der höchsten Niederlage einer Mannschaft bei einer Frauen-WM-Endrunde - zeigten sich die Thailänderinnen in der Partie gegen Schweden in Nizza gefestigt, obwohl die Skandinavierinnen beim 1:5 am Ende doch eine Nummer zu groß waren. 

    Vorbildlich hatten die Asiatinnen gekämpft. Der Treffer von Spielführerin Kanjana in der Nachspielzeit war der verdiente Lohn für diese Leistung. "Ich bin sehr glücklich, dass wir eine positive Reaktion gezeigt und uns gesteigert haben", sagte die 32-jährige Kanjana nach dem Schlusspfiff. "Besonders froh bin ich, dass mir mein erstes Tor und das erste Tor der thailändischen Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft gelungen ist."


    Kanjana Sung-Ngoen (l.) jubelt über ihr Tor. Foto: Claude Paris, AP/dpa

    Längster Fan-Brief

    Die Magier-Brüder Andreas (41) und Chris Ehrlich (37) haben mit dem längsten Fan-Brief einen Weltrekord aufgestellt. Auf Instagram und Facebook schreiben sie: "Ihr habt es geschafft! Über 23 Kilometer... Weltrekord." Dazu zeigen die Brüder ein Video, das den Entstehungsprozess erklärt. Fangruppen hatten dazu aufgerufen, Briefe an die Ehrlich Brothers zu senden. Nach 18 Monaten wurden die insgesamt 74.000 Seiten zu dem 23 Kilometer langen Brief zusammengefügt, der vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) geprüft und den Ehrlich Brothers nach ihrer Show am Wochenende in Düsseldorf übergeben wurde.

    Laut eigenen Angaben schafften die Brüder noch zwei weitere Weltrekorde, wie sie auf Facebook schreiben: für den "Zaubertrick mit den meisten beteiligten Zuschauern" und "die meisten Zuschauer bei einer Zaubershow (40.211)".

    Instagram | ehrlichbrothers

    Mit der Kraft der Gedanken

    Gelähmte Patienten testen derzeit in einer Bochumer Klinik spezielle Rollstühle, die sich mit Gedankenkraft steuern lassen. Eine Forschungsgruppe aus Medizinern und Ingenieuren will in der klinischen Studie mit zunächst zehn Probanten herausfinden, wie Gedankensteuerung mittels sogenannter Hirn-Computer-Schnittstellen in einer realitätsnahen Umgebung am echten Patienten funktioniert. Das Projekt wurde heute im Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum vorgestellt.
    Vier von zehn Patienten in dem Forschungsprojekt könnten nach einem mehrwöchigen Training den Rollstuhl inzwischen durch einen einfachen Hindernisparcours steuern, berichtete Ramon Martínez-Olivera, Neurochirurg am Klinikum Bergmannsheil. Die autonome Fahrt verlangt von den Patienten hohe Konzentration und Motivation. Bis die innovative Technik im Alltag für Gelähmte nutzbar sei, sei es noch ein weiter Weg, sagen die Forscher. 

    Eine Elektrodenkappe erfasst bei der Technik elektrische Gehirnimpulse des Fahrers und übermittelt sie an einen Computer. Der Weg aus dem Labor in die Klinik sei ein wichtiger Schritt für die Grundlagenforschung auf dem Gebiet, betonten die Forscher.


    Sarshar Manoucheher, ein querschnittsgelähmter Patient, fährt mit seinen Rollstuhl durch einen Parcours, gesteuert mittels einer Hirn-Computer-Schnittstelle durch Gedankenkraft. Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

    Schluss mit Clooney 

    Nach jahrelanger internationaler Fahndung ist in Thailand ein Hochstapler verhaftet worden, der sich als George Clooney ausgegeben hatte. Der 58 Jahre alte Italiener soll zusammen mit seiner Frau unter dem Namen des Hollywood-Stars annähernd zwei Millionen Euro ergaunert haben. Wie die Polizei  bestätigt, wurde das Paar bereits am Samstag auf Grundlage eines Ersuchens der internationalen Polizeibehörde Interpol im Urlauberort Pattaya geschnappt. Den beiden droht die Auslieferung nach Italien.

    Der falsche Clooney und seine 45 Jahre alte Frau sollen Investoren mit der Behauptung betrogen haben, eine George-Clooney-Kleidermarke aufzubauen. Der Hollywood-Star (ebenfalls 58) hatte sie daraufhin in Italien verklagt. Ein Gericht in Mailand verurteilte den Mann 2014 in Abwesenheit zu acht Jahren und vier Monaten Haft. Seine Frau erhielt eine Strafe von sechs Jahren und fünf Monaten. Auf dem Foto, das die thailändische Polizei von der Festnahme verbreitete, war die Ähnlichkeit des Italieners mit Clooney nicht allzu groß.


    Schluss mit Clooney: Francesco Galdeli (M.) wird von thailändischen Polizisten abgeführt. Foto: Crime Suppression Division of Thailand/AP/dpa

    Wohl bekomm’s

    Ausgerechnet im Land des Reinheitsgebots gibt es jetzt Bier aus Abwasser. "Wir wollen zeigen, dass gereinigtes Abwasser nutzbar ist und man damit auch hochwertige Getränke herstellen kann", sagt Jens Scheideler von der Herforder Firma Xylem. Das Wasser-Technologie-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen präsentiert sein Bier mit dem englischen Namen "Reuse Brew" heute bei einer Konferenz zur Wassergewinnung und Wiederverwertung in Berlin. Vier Hektoliter haben die Herforder in Berlin brauen lassen. Allerdings nicht zum Verkauf, sondern für Werbezwecke. Gerade in Zeiten von drohender Wasserknappheit wolle man ein Zeichen für die Wiederverwendung von Abwasser setzen, so Scheideler.


    Foto: Wolfram Kastl, dpa/Archiv

    Balkonszenen einer Koalitionsehe 

    Ob das ein gutes Zeichen ist? Die Balkonszenen sind wieder da. Bei ihrem ersten Treffen in veränderter SPD-Besetzung haben sich die nicht gerade erfolgsverwöhnten Spitzen der großen Koalition demonstrativ auf einem Balkon des Kanzleramts gezeigt. Zu Beginn der Ende 2017 gescheiterten Jamaika-Sondierungen zwischen Union, Grünen und FDP hatte es solch fröhliche Balkonbilder öfter gegeben - zu Zeiten der schwierigen schwarz-roten Verhandlungen Anfang 2018 wurden solche Auftritte geflissentlich vermieden.

    Auf den Fotos vom Sonntagabend ist zu sehen, wie die zehn führenden Unions- und SPD-Politiker - fünf auf jeder Seite - einzeln und in Grüppchen hintereinander über einen Balkon gehen, teils mit einem Gläschen in der Hand, teils ohne. Die illustre Balkonszene entstand vor dem recht deftigen Abendessen - es wurden Bouletten mit Kartoffel- und Krautsalat gereicht. Kanzlerin Angela Merkel und ihre Nachfolgerin als Parteichefin, Annegret Kramp-Karrenbauer, sind ins Gespräch vertieft. Über den Inhalt des Gedankenaustauschs der beiden mächtigen CDU-Frauen ist natürlich nichts bekannt - auf einem Bild ist die Kanzlerin aber mit ziemlich angestrengtem Gesichtsausdruck zu sehen. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz geht auf den Fotos vorweg, er winkt den Fotografen fröhlich zu. 


    Foto: Gregor Fischer, dpa

    Foto: Gregor Fischer, dpa

    "Hier sind meine Brüste"

    US-Schauspielerin Bella Thorne hat Oben-ohne-Fotos, mit der ein Hacker sie anscheinend erpressen wollte, selbst auf Twitter veröffentlicht. Die 21-Jährige stellte die Bilder, die eigentlich "für eine spezielle Person" gedacht gewesen seien, online. Dazu postete sie eine Nachricht, in der sie schreibt: "Hier sind die Fotos, mit denen er mich bedroht hat. Mit anderen Worten: Hier sind meine Brüste." Der Erpresser habe ihr die eigenen Fotos sowie Aufnahmen von anderen Prominenten geschickt. Sie wisse, dass sie nicht sein letztes Opfer sein werde. "Viel zu lange habe ich mich von diesem Mann ausnutzen lassen. Immer wieder. Ich habe es satt. Ich mache Schluss damit, weil es jetzt meine Entscheidung ist. Du bekommst nichts mehr von mir", schreibt sie.

    Nun könne sie besser schlafen, denn sie habe ihre Macht wiedererlangt. In den vorangegangenen 24 Stunden habe sie nur geweint, anstatt ihr neues Buch zu feiern. Am Ende droht sie dem Erpresser: "Das FBI wird in Kürze bei dir sein. Also pass auf!" Bella Thorne ist Schauspielerin, Model und Autorin. Demnächst erscheint ihr Buch "The Life of a Wannabe Mogul: Mental Disarray" (etwa: "Das Leben eines Möchtegern-Moguls: Geistige Verwirrrung").



    Mörder in einer Vitrine

    In Bangkoks größtem Krankenhaus wird auch weiterhin die Leiche eines Mörders zu sehen sein - zumindest auf absehbare Zeit. Die Siriraj-Klinik kündigt eine gründliche Prüfung an, wie mit dem Leichnam künftig umgegangen werde. Der Mann - ein Einwanderer aus China namens Si Quey - war 1959 zum Tode verurteilt und von einem staatlichen Hinrichtungskommando erschossen worden. Seine Leiche, einbalsamiert in Paraffin, wird im Museum der Klinik seit Jahrzehnten in einem Glaskasten zur Schau gestellt.

    Mehr als 17.000 Leute haben seit Mai eine Petition unterschrieben, damit der Tote endlich seine Ruhe bekommt. Andere sind dafür, dass der Leichnam im Museum bleibt. "Wir möchten uns gern beide Seiten anhören. Manche halten es für großartig, wenn wir den Leichnam bewahren und die Ausstellung mit Informationstafeln ergänzen. Andere finden, dass wir keine Scham haben", so der Dekan der Medizinischen Fakultät des Uni-Krankenhauses, Prasit Watanapa, im Gespräch mit der "Bangkok Post". Wie lange die Prüfung dauern soll, lässt der Professor offen. Zum Museum gehören auch die Mumien von zwei weiteren, allerdings namenlosen Mördern.


    Besucher betrachten den mit Paraffin einbalsamierten Leichnam des angeblichen Mörders Si Quey, der in einer Vitrine steht. Foto: Christoph Sator, dpa

    Donis und ein goldenes Steak

    Es ist nicht ganz so groß wie das Stück Fleisch, das Franck Ribery im Winter mächtig Ärger einhandelte, aber auch vergoldet - und serviert wurde es vom gleichen Koch: Auf dem Instagram-Account von Fußballprofi Anastasios Donis wurde in ein Video gepostet, das den griechischen Nationalspieler in Diensten des VfB Stuttgart vor einem mit Gold ummantelten Steak zeigt. Dabei stand nur ein Wort: "Enjoy" (etwa: "Guten Appetit" oder "Viel Spaß"). Angerichtet wird das Fleisch in dem kurzen Clip von Nusret Gökçe, der in den sozialen Netzwerken auch unter dem Namen "Salt Bae" bekannt ist und weltweit mehrere Restaurants betreibt.

    Ribery hatte im Januar ein großes, mit Blattgold verziertes Steak von Gökçe serviert bekommen und im Anschluss viel öffentliche Kritik einstecken müssen. Auch Fans des Bundesliga-Absteigers VfB Stuttgart reagierten irritiert auf den Post auf Donis' Account. Eine Reaktion des Clubs gibt es bisher nicht.

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    Enjoy 👌

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    Neuseelands jüngstes Teammitglied hat 23 Babysitter

    Sie ist das womöglich populärste Teammitglied der neuseeländischen Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich - dabei hat sie gerade erst ihre ersten Schritte gemacht: die elf Monate alte Molly, Tochter von Mannschaftsärztin Alyse Cameron. "Es ist ihre dritte große Reise, sie ist also bereits eine erfahrene kleine Reisende", so Cameron im Gespräch mit fifa.com. "Sie hat schon mehr Stempel in ihrem Pass als ich mit 30 Jahren hatte."

    "Wir haben eine fantastische Ärztin, und die Tatsache, dass sie ihre Kleine mit um die Welt nimmt, ist für uns ein riesiger Vorteil", wird Trainer Tom Sermanni bei fifa.com zitiert. Molly ist nach Aussage ihrer Mutter ein sehr entspanntes Kind, das lange Flüge und Busfahrten gut wegsteckt. "Ich sage immer, dass sie hier 23 Babysitter hat", erklärt Cameron in Anspielung auf den neuseeländischen Kader. "Sie schwärmen alle für sie und lieben es, sie um sich zu haben."

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    Our baby Fern took her first steps yesterday 🌿👣

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    Kopf eines Eiszeit-Wolfs in Sibirien gefunden

    Wissenschaftler haben in Sibirien einen vollständig erhalten gebliebenen Kopf eines Wolfs aus der Eiszeit sichergestellt und untersucht. Der Fund sei etwa 32.000 Jahre alt, teilt die Akademie der Wissenschaften von Jakutien im Nordosten Russlands mit. "Dies ist der weltweit einzige vollständig erhalten gebliebene Kopf eines pleistozänen Wolfs samt Weichgewebe, Zähnen und Gehirn."
     
    Der Fund sei von großem Interesse für die Wissenschaft, sagt Paläontologe Albert Protopopow. "Wir vergleichen ihn mit modernen Wölfen, um zu verstehen, wie sich die Art entwickelt hat, und um ihr Aussehen zu rekonstruieren." Die DNA des Tieres werde nun mit Experten aus Schweden untersucht. Der Kopf sei etwa 40 Zentimeter lang und damit deutlich größer als der heute lebender Wölfe. Ein Bewohner der Region hatte den mit dichtem Haar bedeckten Schädel im Sommer vergangenen Jahres am Ufer des Flusses Tirechtjach gefunden. Er sei deshalb so gut erhalten geblieben, weil er im Permafrostboden vor Verwesung geschützt gewesen sei. 


    Foto: Albert Protopopov/Mammutfauna Studienabteilung an der Akademie der Wissenschaften Jakutiens/AP/dpa

    Uraltes Faultier Paula feiert 50. Geburtstag

    Ein paar graue Haare, aber sonst topfit: Faultier Paula aus dem Bergzoo in Halle ist 50 Jahre alt geworden. Nach Angaben des Zoos ist es damit das älteste Faultier der Welt. Paula sei 1971 im Alter von etwa zwei Jahren aus Südamerika nach Halle gekommen, sagt Zookuratorin Jutta Heuer beim Geburtstagsempfang. Es sei kein Zweifingerfaultier in Zoos oder in freier Wildbahn bekannt, das mehr Jahre auf dem Buckel habe. 

    Die Faultier-Dame sei für ihr Alter - in Menschenjahre umgerechnet sollen es den Angaben zufolge mindestens 90 sein - noch recht vital, so Heuer. An ihrem Geburtstag naschte Paula emsig von einem Gemüseteller. Dazu gab es ihre Leibspeise: Gekochten Mais. Im Zuchtbuch sind noch 280 lebende Artgenossen in Europa registriert.


    Foto: Waltraud Grubitzsch, dpa

    Angeblich ein Geschenk

    Der Zoll findet ja so allerlei Schmuggelgut. Diesmal ertappten die Beamten am Düsseldorfer Flughafen eine Frau aus China, wie sie 2630 Tätowiernadeln im Gepäck hatte. Der 28-Jährigen gelang es trotz großer Bemühungen nicht, die Herren vom vom Hauptzollamt Düsseldorf davon zu überzeugen, dass es sich bei den 263 Nadelpäckchen nur um Gastgeschenke handele. "Bei dieser enormen Menge an Nadeln ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese nur an Familie und Freunde verschenkt werden sollten", erklärt ein Sprecher des Zolls. Bei der Frau handelt es sich den Angaben zufolge um eine Onlinehändlerin für Tätowiernadeln. Demnach beträgt der Wert der Nadeln rund 1200 Euro.


    Foto: Hauptzollamt Düsseldorf/dpa

     Luxus für Haustiere

    Goldgerahmte Hundeporträts, ein Kronleuchter an der Decke, handgenähte Bettbezüge. Ziggys vorübergehendes Zuhause hat nicht an Dekadenz gespart. Während seine Besitzerin den Skiurlaub in Frankreich genießt, lässt sich der Dackel zwei Wochen lang im womöglich größten Tierhotel der Welt pampern: Spa-Besuche, Haareschneiden und Wassergymnastik stehen hier auf dem Programm. Das "AtFrits" empfängt seine vierbeinigen Gäste aber nicht in New York, Tokio oder London, sondern im südafrikanischen Kapstadt.
     
    Viele Tierliebhaber erfreuen sich über das Angebot in der pittoresken Hafenstadt. Andere finden den Luxus verwerflich.
    "Es war wirklich schön zu wissen, dass in den Suiten und den Spielflächen eine Kameraüberwachung angeboten wird – falls wir irgendwann am Tag nach ihnen (den Hunden) schauen wollen", meldet sich Ziggys Besitzerin Sheri Hasson aus den Alpen. Eine App des Hotels liefert den besorgten Tierhaltern Livebilder aus allen Räumen direkt auf ihr Smartphone. Insgesamt 250 Hunden und 33 Katzen bietet das Hotel Platz. Ein Zimmer kostet zwischen umgerechnet 9,50 Euro und 34 Euro.


    Dackel Ziggy (r.) und seine Freunde haben es sich in der Fritzidential Suite desTierhotel AtFrits  bequem gemacht. Foto: Tycho Schildbach, dpa

    "Peinliche" Plastiktüten 

    Mit vermeintlich peinlichen Aufschriften auf Plastiktüten will ein Lebensmittelgeschäft in Kanada seine Kunden zu mehr Umweltbewusstsein aufrufen. Die Aufschriften auf den Tüten des Geschäfts in der Westküstenmetropole Vancouver handeln von Warzen-Salbe, Pornovideotheken oder Darmproblemen, in kleinerer Schrift steht darunter: "Verhindere die Peinlichkeit. Bring eine wiederverwendbare Tasche mit." Die Tüten kosten fünf Cents pro Stück. "Wir wollen mit unseren peinlichen Tüten Diskussionen anregen und so die Nutzung von Plastik allgemein minimieren", sagten die Betreiber des "East West Market" der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein kleiner Schritt, aber wir hoffen, dass er irgendwann einen großen Einfluss haben kann. Und wir machen es mit Spaß an der Sache."

    Die Aktion sorgte für Wirbel und weltweite Schlagzeilen - aber auch für Kritik. Es handele sich dabei doch nur um einen Marketing-Gag, kommentierten viele Menschen im Internet. Besser wäre gewesen, der Laden würde einfach gar keine Plastiktüten mehr anbieten. Und tatsächlich seien die vermeintlich peinlichen Tüten schnell zu Sammlerobjekten geworden, wie Ladenbesitzer David Lee Kwen zugeben musste. "Einige der Käufer wollen die Tüten sammeln, weil sie die Idee super finden."


    Die Aufschrift einer Plastiktüte des Supermarktes "East West Market" deutet auf eine fiktive Pornovideothek hin. In kleinerer Schrift steht darunter: "Verhindere die Peinlichkeit. Bring eine wiederverwendbare Tasche mit." Foto: East West Market/dpa

    Auf einer Plastiktüte des Supermarktes "East West Market" ist von Darmpflege die Rede. Foto: East West Market/dpa

    "Es tut mir wirklich leid"

    US-Komikerin Amy Schumer ist gerade Mutter geworden - und steht offenbar dazu, nicht perfekt auszusehen. Bei Instagram entschuldigt sie sich humorvoll für das Tragen von Krankenhausunterwäsche - mit einem Foto von sich in Sportkleidung. Auf dem zweiten Bild zeigt sie mit einem belustigten Lächeln ihre Unterwäsche und ihren nackten Bauch, der von der Geburt ihres Sohnes Gene im Mai gekennzeichnet ist. Dazu schreibt sie: "Es tut mir wirklich leid, wenn ich jemanden beleidigt habe mit meiner Krankenhausunterwäsche."

    Bei Instagram hatte Schumer kürzlich gescherzt, sie werde für den Rest ihres Lebens Krankenhauswäsche tragen. In dieser schob sie einen Kinderwagen über einen Feldweg. Auf einem anderen Bild liegt sie mit Gene im Arm und mit nacktem Bauch auf dem Bett. 

    Instagram | amyschumer

    Die kleinen Dinge des Lebens

    So groß der Stress und die Sorgen auch heute wieder sein mögen - vergessen Sie nicht, es sind die kleinen Dinge im Leben, die es so lebenswert machen:



    Handgranate abzugeben

    Bei einer Hausentrümpelung in Niedersachsen hat ein Mann eine scharfe Handgranate entdeckt und sie bei der Polizeiwache abgegeben. Dem 51-Jährigen sei offensichtlich nicht bewusst gewesen, wie gefährlich der Fund war, den er bei der Haushaltsauflösung seines verstorbenen Vaters in Seevetal machte, berichtet die Polizei. Spezialisten holten die Granate ab und entsorgten sie fachgerecht. Wer eine Handgranate findet, solle diese nicht anfassen und sofort die Polizei rufen, heißt es weiter. 


    Symbolbild: Patrick Seeger, dpa

    Trump traf "Prinz der Wale"

    US-Präsident Donald Trump hat einigen Spott für einen Schreibfehler in einem seiner Tweets einstecken müssen. Hinsichtlich seines Staatsbesuchs in Großbritannien in der vergangenen Woche schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter, er habe den "Prince of Whales" getroffen. Trump meinte damit natürlich Prinz Charles. Der offizielle Titel des britischen Thronfolgers schreibt sich jedoch "Prince of Wales" und bezieht sich auf den britischen Landesteil Wales. Trumps Schreibweise bedeutet "Prinz der Wale". Der Präsident löschte den Tweet später und postete eine korrigierte Fassung.

    Die Royal Albert Hall in London, eine der wichtigsten Konzert- und Veranstaltungshallen im Land, reagierte mit einer Fotomontage auf Twitter. Ein Raum, der nach dem "Prince of Wales" benannt ist, wurde dabei scheinbar mit einem eingefügten "h" umbenannt. Auf sämtlichen Gemälden in dem Raum waren Killerwale zu sehen, die mal aus einer Gartenlandschaft, mal aus einem Stillleben sprangen. "Wir haben ein bisschen am Prince-of-Whales-Raum" gearbeitet, hieß es dazu.



    Keine Chance für das Lyoner Eis

    So weit geht die Liebe der Saarländer zu Lyoner und Schwenker dann wohl doch nicht: Die vor einem Jahr eigens als Lyoner- und Schwenker-Eis erfundenen Sorten des Eiscafés Favretti in Saarbrücken sind aus der Theke wieder verschwunden. "Die Nachfrage war wirklich zu gering", so Eiscafé-Inhaber Uwe Hoffmann. Neugierige hätten zwar mal probiert. Aber durchgesetzt hätten sich die fleischfarbenen Sorten nicht.

    Schwenker - auch als Schwenkbraten bekannt - und die Fleischwurst Lyoner zählten zu den Leibspeisen eines Saarländers. "Vermutlich gehören sie doch eher auf den Grill", sagt Hoffmann. Erhalten geblieben sei aber die Eissorte Maggi. Diese hatte er - nach der im Saarland ebenfalls so beliebten Speisewürze aus der kleinen Flasche - erstmals im Sommer 2017 angerührt. "Maggi-Eis wird unregelmäßig, aber immer noch nachgefragt."


    Uwe Hoffmann mit Ehefrau Frau Elke Meyer-Hoffmann präsentiert sein Lyoner- und Schwenker-Eis. Foto: Oliver Dietze, dpa/Archiv

    Nur eine Mutprobe

    Ein besonderer Freundschaftsdienst hat einen Elfjährigen im thüringischen Saalfeld in Schwierigkeiten gebracht. Der Junge wurde in einer Drogerie dabei ertappt, als er versuchte, einen Vibrator zu klauen - offenbar für eine Freundin, wie die Polizei mitteilt. Am Ausgang des Ladens wurde jedoch die Diebstahlwarnanlage ausgelöst. Der Junge gab seine Beute sofort zurück und erklärte den herbeigerufenen Beamten, es habe sich um eine Mutprobe gehandelt. Der Elfjährige wurde nach dem Vorfall seiner Mutter übergeben.


    Symbolbild: Swen Pförtner, dpa/Archiv

    Ex-Meister-Coach ist "nicht vermittelbar"

    Alfred Gislason gilt auf dem Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar. Diese Anekdote erzählt der Ex-Trainer des Handball-Rekordmeisters THW Kiel in einem Interview mit den "Kieler Nachrichten". "Ich musste mich ja arbeitslos melden, drei Monate vor Vertragsende", so der 59-jährige Isländer, der sich zum 30. Juni nach elf Jahren und 20 Titeln von den "Zebras" verabschiedet. Das habe er auch getan, und eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur habe ihm mitgeteilt: "Wir können nichts für Sie tun. Sie sind nicht vermittelbar. Wenn Sie aber einen Beratungstermin wahrnehmen wollen, können Sie gerne vorbeikommen", erklärt der Coach.

    Auf den nächsten Kontakt freut sich Gislason, der seinen Lebensmittelpunkt in die Nähe von Magdeburg verlegt, schon jetzt: "Weil ich ja umziehe, muss ich mich ab 1. Juli in Magdeburg arbeitslos melden. Jetzt überlege ich, dort zum Arbeitsamt zu gehen und mich zum Brennmeister fortbilden zu lassen. Das wäre witzig." Zu einem Experten für Schnaps also.


    Foto: Ronny Hartmann, dpa/Archiv

    Einsatz mit Frikadelle

    Mit einem Frikadellenbrötchen hat die Feuerwehr Essen eine Hündin namens Ari überredet, eine Balkonmarkise im 1. Obergeschoss zu verlassen. Sie war vermutlich aus einem offen stehenden Fenster auf den Sonnenschutz gesprungen. Danach verließ das Tier anscheinend der Mut, und es blieb, wo es war, berichtet eine Feuerwehrsprecherin. Als die Einsatzkräfte kamen, schien sich Ari auf der Markise zu sonnen.

    Über eine Drehleiter mit Korb an der Spitze sollte die Hündin aus ihrer misslichen Lage befreit werden - allein, sie wollte nicht. Ihre Meinung änderte sie erst durch das Frikadellenbrötchen eines Feuerwehrmanns. Wieder auf dem Boden, durfte sie weitere Frikadellen verspeisen. Weil der Besitzer nicht da war, nahm eine Nachbarin das unverletzte Tier in Empfang. "Sie hatte auch noch ein Leberwurst-Bütterchen für sie", erklärt ein Feuerwehrsprecher. Ob die Feuerwehr nach diesem Einsatz immer einen Fleischklops mit sich führen wird, ist noch offen.


    Foto: Feuerwehr Essen/dpa

    Zweitligist sucht Verstärkung 

    SV Sandhausen 1916 hat einen eher ungewöhnlichen Job zu vergeben. Der Club aus Liga zwei sucht einen Darsteller für sein Maskottchen "Hardi". Bewerber sollten laut der Ausschreibung nicht nur sportlich, sondern auch zeitlich flexibel sein, mindestens 1, 70 Meter groß und "einfach für jeden Spaß zu haben", wie der Verein auf seiner Internetseite mitteilt. Eine Rückennummer gibt's natürlich auch dazu: 1916. 



    Unterwasser-Boeing

    Sie ist die Attraktion des riesigen Unterwasser-Themenparks, den die Golfmonarchie Bahrain demnächst eröffnen will - die Rede ist von einer echten Boeing 747, die das Königreich nun auf dem Grund des Persischen Golfs versenkt hat. Mit 70 Metern Länge handele es sich um "das Größte jemals versenkte" Flugzeugzitiert der US-Nachrichtensender CNN Bahrains Tourismusminister Zayed bin Rashid Al Zayani. Das Ziel ist es, Taucher aus aller Welt anzulocken, die dann Touren für den Themenpark buchen können. Auf rund 100.000 Quadratmeter Fläche sollen neben der Boeing, dann der Nachbau eines traditionellen bahrainischen Perlenhändler-Hauses, künstliche Korallenriffe sowie Skulpturen den Meeresgrund zieren.




    Foto: Instagram | divebahrain/dpa

    Erfrorene Zehen für Cocktail-Spezialität gespendet

    Kaum zu glauben aber wahr! Nachdem ihm mehrere Zehen bei einem Ultra-Marathon in Kanada erfroren sind und anschließend amputiert werden mussten, hat der britische Athlet Nick Griffiths seine Glieder einer Bar geschenkt. Der Grund: die Bar des Downtown Hotels im kleinen kanadischen Städtchen Dawson City serviert ihren Gästen seit Jahrzehnten den berühmten "Sourtoe Cocktail" - einen Whiskey mit einem mumifizierten Zeh.

    Nachdem Griffiths Zehen auf dem Postweg eingegangen seien, zeigte sich die Bar mehr als erfreut und teilte der britischen Tageszeitung "Guardian" zufolge mit: "Wir könnten nicht glücklicher sein, einen neuen Zeh zu bekommen. Sie sind heutzutage sehr schwer zu bekommen." Laut dem Blatt will der "Zehen-Experte" des Hotels die erfrorenen Körperteile zunächst für sechs Wochen in Steinsalz einlegen, bevor sie ihren Weg in ein Whiskey-Glas finden. Griffiths hält es nicht für ausgeschlossen, nach Dawson City zu reisen, um dort einen "Sourtoe Cocktail" mit seinem eigenen Zeh zu probieren: "Ich denke, es wäre ein netter kleiner Spaß".

     

    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Desk 6/13/2019 10:54:40 AM

    Sammler verkauft 36.000 Comics

    Im Alter von fünf Jahren begann Martin Morris mit dem Sammeln von Marvel - und DC Comics. Heute ist der 63-jährige Brite stolzer Besitzer von rund 36.000 Heften - und will diese nun verkaufen. Die Sammlung hat laut einem Bericht der BBC immerhin einen Wert von umgerechnet mehr als 390.000 Euro. Das teuerste Exemplar ist demnach ein Spider-Man-Comic aus dem Jahr 1962, dass nach Aussage von Morris umgerechnet mehr als 11.000 Euro einbringen dürfte. Warum er seine Sammlung nun loswerden will? Nach einigen gesundheitlichen Problemen, plant der 63-Jährige die Einnahmen aus dem Verkauf in sein neues Hobby zu investieren: das Reisen

    Betrunkener Autofahrer zeigt Polizei Führerschein des Vaters

    Mit dem Führerschein seines Vaters und mehr als zwei Promille Alkohol im Blut ist ein Autofahrer im niederbayerischen Parkstetten unterwegs gewesen. Wie die Polizei mitteilt, gab sich der 60-Jährige bei einer Verkehrskontrolle als sein 80-jähriger Vater aus und zeigte dessen Führerschein. Den Beamten fiel der Täuschungsversuch allerdings auf. Der 60-Jährige besaß schon länger keine eigene Fahrerlaubnis mehr.


    Symbolbild: Wolfram Kastl, dpa/Archiv

    Youtube-Film über Straflager bewegt junge Russen

    Ein Film über die Straflager unter dem sowjetischen Diktator Josef Stalin ist in Russland zu einem Internet-Erfolg geworden. Seit der Veröffentlichung Ende April wurde das Video des Youtubers Juri Dud rund 15 Millionen Mal gesehen. Der 32 Jahre alte Journalist reiste mit dem Auto von Magadan am Pazifik bis nach Jakutsk in Sibirien, einem der kältesten Orte der Welt. Dort spricht er mit Nachkommen von Gulag-Häftlingen. Vor allem unter Jugendlichen ist der Film beliebt. "Die jungen Menschen fühlen sich dabei nicht überfordert, unwissend und klein", erklärt die Historikerin Irina Scherbakowa von der renommierten Menschenrechtsgruppe Memorial. Das Video habe einen Besucherboom im Gulag-Museum in Moskau ausgelöst, bestätigen Mitarbeiter.

    Der Begriff Gulag, eine Abkürzung für "Hauptverwaltung der Lager" (Glawnoje Uprawlenje Lagerej), steht bis heute als Inbegriff der Schreckensherrschaft von Stalin. In Sibirien wurden die Häftlinge gezwungen, bei jedem Wetter Straßen zu errichten, oder auch Gold und Uran zu gewinnen. Die Lager wurden für rund 20 Millionen Menschen zum Schicksal, etwa zwei Millionen starben.

    YouTube | вДудь

    Altkanzler Schröder und das Billy-Regal

    Mit dem Aufbauen von Ikea-Möbeln hat Altkanzler Gerhard Schröder so seine Probleme. Das Bücherregal Billy sei früher das einzige gewesen, das er zusammenbauen konnte, sagte der 75-Jährige beim Besuch einer Möbelfabrik im brandenburgischen Meyenburg. Schon beim Schuhschrank dagegen habe er versagt - "da guckten oben die Schrauben raus", so Schröder. "Meine handwerklichen Fähigkeiten sind sehr begrenzt." Inzwischen habe er auch die Regale ausgemustert. In der Fabrik, die der Altkanzler zusammen mit Brandenburgs SPD-Vize Katrin Lange besichtigte, werden unter anderem Regale und Kommoden für die schwedische Möbelkette gefertigt.


    Gerhard Schröder besichtigt mit Gattin Soyeon Schröder-Kim und der stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD Brandenburg, Katrin Lange, das Meyenburger Möbelwerk. Foto: Jens Büttner, dpa

    Niemand will Mindestpreis für Beatles-Gitarre zahlen

    George Harrison pries das Instrument einst als "großartig" - dennoch wurde die "Futurama"-Gitarre des Beatles-Gitarristen in London vorerst nicht verkauft. Bei einer Versteigerung des Auktionshauses Bonhams konnte das gute Stück den geforderten Mindestpreis von 200.000 Pfund (rund 225.000 Euro) nicht erreichen. Das höchste Gebot lag bei 190.000 Pfund. Auf dem Instrument spielte Harrison unter anderem bei den Hamburger Auftritten der "Pilzköpfe" Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre.

    Für die E-Gitarre des tschechoslowakischen Herstellers Drevokov, 1959 von Harrison erworben, hatte Bonhams eigentlich mit einen Preis von 200.000 bis 300.000 Pfund gerechnet. Zum Auktionsgut gehörten auch zwei Ausgaben des Magazins "Beat Instrumental", in dem die Gitarre 1964 in einem Preisausschreiben ausgelobt war. Der Gewinner hatte damals aber einen Geldwert der Gitarre vorgezogen, den ihm der Herausgeber des Magazins angeboten hatte. Ein Verwandter des Herausgebers hatte die "Futurama" jetzt in die Auktion gegeben.


    George Harrisons "Futurama" aus dem Jahr 1959. Foto: Axel Heimken, dpa

    Ernst gemeint oder nur ein Scherz?

    French-Open-Finalist Dominic Thiem hat mit einem humorvollen Vorschlag auf den Pressekonferenz-Eklat mit Serena Williams bei den French Open reagiert. "Wahnsinn, was das für Wellen geschlagen hat", so der Vierte der Tennis-Weltrangliste bei einem Termin seines Sponsors in Wien. Der 25-Jährige musste bei dem Grand-Slam-Turnier in Paris den großen Interviewraum während seiner Pressekonferenz räumen, weil Williams nach ihrem Ausscheiden den Medientermin schnell hinter sich bringen wollte. Thiem warf der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin aus den USA später eine "schlechte Persönlichkeit" vor, relativierte diese Aussagen aber wieder und sprach von einem Missverständnis, das offenbar zu der Situation geführt habe.

    Über den Vorfall hatte es vor allem in den sozialen Netzwerken heftige Diskussionen gegeben. Scherzhaft sagte Thiem nun: "Ich würde gerne als Wiedergutmachung Mixed in Wimbledon oder New York mit Serena spielen." Ein ernster Vorschlag dürfte dies nicht gewesen sein: Zu groß sind Thiems Ambitionen im Einzel. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon beginnt am 1. Juli. Vorher spielt Thiem noch beim Rasen-Vorbereitungsturnier in Halle/Westfalen.


    Foto: Michel Euler/David Crosling, AP/AAP/dpa

    Einstein-Brief ist nur eine Kopie

    Bei dem vor rund einem Jahr in München gefundenen Einstein-Brief handelt es sich nach Angaben der Bayerischen Staatsbibliothek nur um eine Kopie. Das Schreiben von Albert Einstein an den jüdischen Wissenschaftler Julius Hirsch sei mit einem Kopiergerät vervielfältigt worden, das um das Jahr 1930 herum und bis in das späte 20. Jahrhundert hinein gebräuchlich gewesen sei. Dieses Ergebnis teilt der Generaldirektor der Staatsbibliothek, Klaus Ceynowa, mit. 

    Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG), in deren Archiv das Schreiben im vergangenen Jahr gefunden wurde, war davon ausgegangen, dass es sich bei dem Brief um eine Durchschrift handelt, die im Besitz von Einstein selbst geblieben sein muss. Die Theorie, dass Einstein das Schreiben in seinen Händen hatte, steht nach den Untersuchungen der Staatsbibliothek allerdings auf sehr wackeligen Füßen. "Wir wissen nicht, wer die Kopie wann angefertigt hat", erklärt Ceynowa.


    Foto: Marina Maisel, dpa/Archiv

    Kirchen beklagen Kaugummis 

    Auf diese "Spende" von Besuchern würden die Kirchen gerne verzichten: Dom-Verwaltungen klagen über Kaugummis als klebrige Hinterlassenschaft in ihren Gotteshäusern. "Das nimmt schon in gewisser Weise zu", so Raimund Haubrich von der Trierer Domverwaltung. Im Dom St. Peter, der ältesten Bischofskirche in Deutschland, kleben Kaugummis zum Beispiel auf den Sandsteinböden

    Über Bubblegum im Betbereich klagt auch Speyer. "Jedes einzelne Kaugummi, das auf dem Boden landet oder an einer Bank klebt, ist erstmal eklig und ein Ärgernis, weil unschön und nur mit Aufwand zu entfernen", erklärt Dom-Kulturmanagerin Friederike Walter. Von negativen Erfahrungen berichtet auch Propst Tobias Schäfer im Wormser Dom. "Kaugummis, die unter der Bank oder auf dem Sandsteinfußboden kleben, bis zu Graffiti, die auf der Altardecke mit dem Kugelschreiber hinterlassen werden."


    "Eklig und ein Ärgernis": ein gebrauchtes Kaugummi klebt im Kaiser- und Mariendom zu Speyer am Boden. Foto: Andreas Arnold, dpa

    Insekten sorgen für "echten Notfall"

    Millionen Heuschrecken haben die italienische Urlaubsinsel Sardinien heimgesucht. Bis zu 2000 Hektar seien in der Region Nuoro im Landesinneren befallen, teilt der Bauernverband Coldiretti mit. Es handle sich um einen "echten Notfall". "Es gibt Zonen, in denen man auf einem Teppich aus Heuschrecken geht." Der Schaden gehe in die Millionenhöhe.Die Heuschrecken dringen demnach in Bauernhäuser ein und zerstören Weideland. Rund 20 Agrarbetriebe seien betroffen, Touristen dagegen nicht, erklärt ein Sprecher des Verbandes auf Sardinien im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur

    Ignazio Floris von der Universität Sassari erklärt laut Nachrichtenagentur AGI, es sei bereits der Höhepunkt des Phänomens erreicht. "Es ist ausgeschlossen, dass es zu so einer schlimmen Invasion wie vor den 40er Jahre kommt, als Hunderttausende Hektar befallen waren." Berichte von einem "biblischen Ausmaß" seien übertrieben. Grund für die Invasion sind nach Angaben von Experten u.a. Wetterbedingungen und die Tatsache, dass Land nicht kultiviert wird. Dann legen die Insekten dort ihre Eier ab. Das Umpflügen könne gegen eine Ausbreitung helfen, so der Bauernverband.



    DB-Auskunftsroboter mit holprigem Start

    Zugreisende können am Hauptbahnhof in Berlin nun auch einen Roboter um Auskünfte bitten. Ob sie zufriedenstellende Antworten bekommen, hängt aber auch von der Verbindung des Internets. Das zeigte die Präsentation des sprechenden Roboterkopfs namens Semmi der Deutschen Bahn. Bei der ersten Vorführung reagierte die Roboterdame zum Beispiel mehrfach nicht auf die Frage nach der nächsten Verbindung nach München und musste neu gestartet werden. Schließlich gab sie doch die ein oder andere Antwort - in einem Fall mit Hinweis auf eine aktuelle Verspätung.

    Sabina Jeschke, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik, verweist auf Probleme mit dem Wlan im Gebäude, die man in den Griff bekommen werde. Ziel von Semmi sei eine bessere, beschleunigte Kommunikation mit den Kunden, aber auch eine Entlastung der Reisezentren. Die Technologie mit Künstlicher Intelligenz (KI) könne perspektivisch etwa Teil einer App werden, damit auch mehrere Fahrgäste gleichzeitig Fragen stellen können. Zum Beispiel zur Weiterreise, wenn ein Sturm den Fahrplan durcheinandergebracht hat. Bei Anliegen wie dem Ticketkauf und Beschwerden könne Kollegin Roboter bisher nicht weiterhelfen - Anlaufstelle blieben die echten Mitarbeiter. Die Bahn testet das System im Reisezentrum am Berliner Hauptbahnhof für zunächst sechs Wochen, es ist den Angaben zufolge der erste Einsatz an einem Bahnhof in Deutschland


    Die Bahn testet das System im Reisezentrum am Berliner Hauptbahnhof für zunächst sechs Wochen. Es ist der erste Einsatz an einem Bahnhof in Deutschland. Foto: Lisa Ducret, dpa

    "Hört doch auf damit!"

    Gene Simmons, Sänger und Bassist der legendären amerikanischen Hardrock-Band Kiss, geht die Jammerei seiner Landsleute über den US-Präsidenten Donald Trump auf die Nerven. "Hört doch auf damit!", so der 69-Jährige an die Adresse der US-Wähler in einem Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung "Blick". "Ihr habt es ja selbst in der Hand. Wollt ihr, dass Trump geht, dann gebt eure Stimme einem anderen.

    Kiss ist zur Zeit auf Abschiedstournee, die in den 70er Jahren gegründete Band will aufhören. "Jeder Abschied tut weh", sagte Simmons dem "Blick". "Wir hatten Riesenspaß die letzten fünf Jahrzehnte. Aber nichts hält ewig." Mit 75 würden die Bandmitglieder schließlich ihr Versprechen, die heißeste Band der Welt zu sein, nicht mehr einhalten können.


    Foto: Sebstian Willnow, dpa/Archiv
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