Cantemus - hinter den Kulissen
MyMz

Cantemus - hinter den Kulissen Live

Musik verbindet: Knapp 700 Mitglieder singen derzeit im Regensburger Cantemus-Chor. Da ist für jeden was dabei: Rock, Pop, Klassik, Oper, Musical und so viel mehr! Unser News-Blog gibt Einblicke in Proben, Projekte und das bunte Chorleben.

Optionen

Kommentare
Klänge
Blog übersetzen
Kommentieren
    Sechzehn Cantemus-Kinder üben seit einigen Wochen am Theater, morgen kann das Ergebnis das Erste mal bewundert werden. Bei der Herzogin von Chicago zeigen die Kinder, dass sie nicht nur singen, sondern währenddessen auch noch komplizierte Bewegungsabläufe abrufen können. Auch ihr schauspielerisches Talent können sie, als die Garde des Erbprinzen, unter Beweis stellen. Hier sieht man schon mal die Besetzung für die Premiere am 08.12.18. Danach wird es noch siebzehn weitere Vorstellungen geben, bei denen auch die anderen acht Cantemus-Kinder zu sehen sein werden, die derzeit genau so fleißig für ihren Auftritt üben.
     
    Am Freitag den 14. Dezember führt der Cantemus Chor C und Neo um 20.00 Uhr in St. Emmeram sein nächstes großes Projekt auf: Bachs Weihnachtsoratorium. Um darauf einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen, geht's über diesen Link zu einem Hörbeispiel: https://soundcloud.com/user-195997332/eingangschor-jauchzet-frohlocket-johannes-sebastian-bach-3. Karten gibt es unter https://www.okticket.de/tickets-weihnachtsoratorium-regensburg-basilika-st-emmeram-e26018?event_id=26018&cookiecheck=true
    Zwei unserer Cantemus Mitarbeiter - Thomas Basy und Tobias Hänschke - hingen letzte Woche am Äquator ab...
     
    Zwischendurch ein kleiner Einblick in das Bufdi-Einführungsseminar im Bildungszentrum Spiegelau, das ich letzte Woche, vom 15.-19.10.2018 besucht habe:
    Hierbei lernt man nämlich nicht nur mehr über den Prozess des Kennenlernens an sich oder über unterbewusste Verhaltensweisen des Menschen, durch die man einen Menschen sofort in bestimmte Muster einordnet, sondern es sind auch tolle Ausflüge und ein unterhaltsames Abendprogramm geboten. Diese reichen von einer Wanderung auf den wegen seiner besonderen geologischen Struktur bekannten Berg Lusen über einen Spaziergang durch das Tierfreigelände bei Spiegelau bis hin zu Spieleabenden im Wohnbereich des Bildungszentrums. Ebenso abwechslungsreich wurden die Kennenlern-Spiele in die Seminarstunden eingebaut, welche sich aus einer "blinden Wanderung" durch das Dorf, einer "Schneeballschlacht", bei der die Seminarteilnehmer sich durch das Erraten von Musikgeschmack oder Wohnsituation näher kennenlernen, sowie einer Vorstellung der jeweiligen Dienststellen zusammensetzen.
    Somit verband das Seminar in einer lockeren Weise Lernen und Freizeit, was bei den meisten Seminarteilnehmern gut ankam. Hoffentlich setzt sich dieses Modell auch bei meinem nächsten Seminar, das dann den Schwerpunkt auf politische Bildung legt, fort! 
     
    Moritz
    Parallel zur Schöpfung am 28.10.18, proben Chor C und Cantemus Neo schon für das nächste große Werk, das Weihnachtsoratorium von Bach. Karten dafür gibt es ab Heute bei www.okticket.de.
     
     
     
    Dieses Schuljahr wird der Cantemus-Chor um eine weitere Zweigstelle in Schwabelweis erweitert!
     
     
    Einen ausführlichen Bericht über die Schwabelweiser Außenstelle, die sich vor allem für Kinder aus dem Landkreis lohnt, finden Sie hier: https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/cantemus-erobert-nun-auch-den-landkreis-21179-art1699107.html
     
     
    Gleich nach den Ferien wird schon wieder fleißig geprobt bei Cantemus. Vor allem die Sängerinnen und Sänger aus Chor B, C und Neo nehmen viele Extraproben in Kauf, denn schon am 28.10 steht das nächste Projekt, das Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn, an.
     
    Impressionen von der Burg Finstergrün:
     

    Dienstag, 31.07.2018

    Als wir heute morgen ausgeschlafen hatten und vom Gesang der Vögel geweckt wurden, machten wir uns motiviert daran, Frühsport zu treiben… Halt Stop, wartet mal - da stimmt doch was nicht! Es war eher so:

    Als wir heute von lauten Zimmernachbarn geweckt wurden, schlurften wir genervt in richtig überfüllte Dusche. Frisch gesäubert gingen wir zum Frühstück, was, by the way, sehr lecker war. Und dann hieß es Proben, proben, proben, und ähm… nochmals proben. Dezent übermüdet (Achtung Ironie!) von einer zwei Stunden Mammut-Probe machten wir uns auf den Weg zum Mittagessen. Warte mal… haben wir da nicht was vergessen? Ja gut… wir hatten davor eine halbe Stunde Pause. Gestärkt vom Mittagessen freuen wir uns nun auf die Siesta.

    Ausgeruht machen wir uns auf zur Besprechung. Und dann? 2 Stunden Pause. Und so gerne wir die Probe von der Schöpfung auch mögen, das haben wir uns jetzt verdient. Jetzt liegen wir im Gras - umringt von Großen und Kleinen Rugbyspielern, blinzeln in der Sonne und basteln an unserem Blogpost. Wir freuen uns auf den heutigen Filmabend und auf die nächsten Tage. Rafting, Klettern, Proben, Freunde, was will das Chorherz mehr?

    Lina & Melli

    Ein ganz normaler Montag auf Burg Finstergrün

    Montag - für viele , vor allem während der Schulzeit oder im Arbeitsalltag, ein schrecklicher Tag.

    Für uns nicht. Jetzt geht der Spaß auf der Burg nämlich erst richtig los. Auch wenn das Frühstück manchen doch sehr früh schien, oder sie schon viel früher als geplant wach waren, weil Zimmermitbewohner zum Morgensport wollten oder alte Türen sich partout nicht leise öffnen lassen wollen. 

    Bei einem Müsli, einem schönen warmen Kaba und einer Semmel tauen dann aber doch die meisten auf. Spätestens in den Stimmproben mit Haydn´s Schöpfung, die doch ziemlich hoch hinaus geht, wird man dann zwangsweise wach.

    Wenn dann auch noch die vier Stimmen zusammengelegt werden sieht man bei den meisten auch ein Strahlen im Gesicht. 

    Mit einem Schweinebraten gestärkt dürfen Chor A und B sich in der Siesta ausruhen, während Chor C und Neo die Zeit zum Ansingen des Weihnachtsoratoriums nutzen. 

    Dann gibt es aber auch für uns eine Pause: Alle ab nach Draußen! 

    Die Burg eignet sich in vieler Hinsicht für den Chor, aber auch das Freizeitangebot ist unschlagbar. Wer viel Energie übrig hat, kann Fußball spielen, Tischtennis-Hyper-Matches starten, oder auch einfach im Burghof karteln, Freundschaftsbänder knüpfen, malen, Wasserschlachten ausfechten oder sich in der Naschkammer ein Eis zur Erfrischung holen. Mit der neuen Energie haben wir in die nächste Probe gestartet. Geprobt wurde tatsächlich, bis auch die letzte Gruppe zum Essen musste.

    Während die „Großen“ nach einer kurzen Verschnaufpause wieder „Schöpfen“ durften, schöpften auch die „Kleinen“ etwas Wasser in der Dusche. 

    Der Abend verlief weiterhin getrennt. Im Teppichzimmer konnten die Kleineren einer Gute-Nacht-Geschichte lauschen, im Rittersaal wurde den Großen die Adams-Family näher gebracht.

    Während im Anschluss die einen Schlafen gingen, wurde in manchen Zimmern eine Partie Werwolf gespielt und in der Halle wurden fleißig die Pläne für die nächsten Tage geschmiedet beziehungsweise auch die letzten Spreißel aus Händen und Füßen entfernt.

    Sonja & Co

     
    Wir haben es geschafft: Seit Sonntagabend sind wir wieder auf Burg Finstergrün, das Wetter ist traumhaft, uns geht es prächtig und fleißige Cantemus-Kinder singen, spielen, schreiben, schreien und scherzen um die Wette. Bleibt dran für Aktive Berichte aus dem Rittersaal, Foto-Reportagen über die Geheimnisse des Burglebens und Augenzeugenberichte aus der *psst* Geisterbahn...
     
    Wie wahrscheinlich bereits viele wissen, spielt der Cantemus Chor nicht nur eigene Stücke, sondern hilft auf Anfrage im Stadt Theater als Kinderchor aus.
    So auch bei der Oper "Edgar" von Giacomo Puccini:
     
    Im Mittelpunkt des Stückes, das im Flandern des Jahres 1302 verortet ist, steht der dem Alkohol verfallene Edgar, der sich mit dem engen Dorfleben und der treuen Liebe seiner Verlobten Fidelia nicht zufrieden geben kann. Erst flüchtet er sich mit der Außenseiterin Tigrana in ein ausschweifendes Leben, bald darauf wendet er sich dem anderen Extrem zu: Er geht zum Militär. Als siegreicher Held kehrt er in sein Heimatdorf zurück – doch seine einstmals verzweifelte Suche nach Halt hat sich in zerstörerische Selbstgerechtigkeit gewandelt.
     
    Als Kinderchor im Theater wird auch immer doppelt besetzt, das heißt in diesem Fall werden pro Vorstellung immer 12 Kinder für den Chor gebraucht, aber insgesamt können 24 Kinder die jeweiligen Szenen spielen, damit für den Fall von Krankheit oder Verletzung ein anderes Kind einspringen kann. Damit es trotzdem fair für alle bleibt werden die Vorstellungen gleichmäßig aufgeteilt. Dafür ist angedacht, dass jedes Kind 6 bis 7 Vorstellungen von den insgesamt 13 Vorstellungen spielt.
     
     
     
    Auch diese Jahr spielt Chor B in Kooperation mit dem Theater Regensburg. Doch es kein Musical, sondern eine Oper: "Die drei Rätsel"
     
    Lasso hat ziemlich konkrete Pläne für ihre Zukunft: Sie will in einem Land namens Busillis, das sehr weit entfernt liegt, Königin werden und den Prinzen Scharado heiraten. Allerdings muss sie dafür drei unlösbare Rätselfragen für den Prinzen auf Lager haben. Lassos Mutter ist das alles gar nicht recht. Und so gibt sie ihrer Tochter einen vergifteten Kuchen mit auf die Reise. Unterwegs stellt sich dieser Kuchen jedoch als vorzügliche Waffe gegen zudringliche Wildschweine und Räuber heraus. Als Lasso dem Prinzen endlich gegenübersteht, kann er, wie erhofft, ihre Rätsel nicht lösen. Einem Happy End scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Wenn da nicht dieser intrigante Hofstaat wäre ...
     
    Karten gibt es bereits an der Theaterkasse, unter der Nummer 0941/507 24 24 und auf der Homepage des Theaters Regensburg

    Während manche der Chor Bler im Stadttheater mit Medea beschäftigt sind, bereiteten sich die Jüngsten im Chor, also Chor A, auf ihr Musical vor: Ronja Räubertochter!

    Und dafür haben wir Masken gebastelt. Zumindest die Großen aus Chor C, damit Chor A nichts mit Heißkleber machen muss.

     

     

     

    Nach vielen Stunden entstanden eindrucksvolle Masken:

     

    Da freut man sich doch auf die Aufführungen. Chor A tut das auf alle Fälle:)

    Derzeit sind 10 Cantemus-Kinder bei "Medea" im Stadttheater Regensburg beschäftigt, von denen immer 5 zusammen auf der Bühne stehen.
    Am 24.3.18 war die Premiere und diesmal ist es keine Oper, wie normalerweise, sondern ein Schauspiel und die Kids sind die einzigen, die wirklich live auf der Bühne singen.
    Auf den Bildern sind die Kinder der Premiere zu sehen:
     
    Wir haben auch ein paar der Kinder gefragt wie ihnen die Mitwirkung gefällt:
    Mathilde, Emil und Anne (von links nach rechts)
    "Ich finde es cool, weil sowas kann nicht jeder machen und die Kostüme sind toll!
    Aber das schminken ist ein bisschen unangenehm und wir bekommen Verbände um die Hände, das ist lustig."
    ~ Mathilde

    "Wir sind eine viertel Stunde in kleinen Kisten und dürfen uns nicht bewegen, weil wir "tot" sein sollen. Das ist nervig, weil die Verbände jucken. Sonst finde ich es aber super, dass wir im Stadttheater sind!"
    ~ Emil

    "Es ist super cool, weil wir nur zu fünft auf der Bühne sind und als einzige im Stück singen dürfen! Die Kostüme sind einzigartig, weil sie extra für uns gekauft wurden und ich bin mega froh, dass ich hier dabei sein darf!"
    ~ Anne

    Inmitten von tanzenden Leichen, fliegenden Kühen und mordlüsternen Kaninchen reitet König Artus mithilfe zweier Kokosnüsse durch Länder, Burgen und Wälder und macht sich zusammen mit seinen tapferen Rittern auf die Suche nach dem heiligen Gral. Mit Unterstützung der Fee vom See und einem großen Sinn für schwarzen Humor fällt die Ritterrunde von einem schrägen Abenteuer zum nächsten bis sie im Herzen von Regensburg zu einem großen Happy End landet.

    Nach ihren großen Film- und Serienerfolgen wie „Flying Circus“, „Das Leben des Brian“, „Der Sinn des Lebens“ und „Die Ritter der Kokosnuss“ bringt die britische Komikergruppe Monty Phyton das Musical Spamalot als bunte Mischung ihrer besten Sketche auf die Bühne und schafft eine Parodie des gesamten Musicalgenres, das seit Jahren um die Welt tourt und zahlreiche Preise gewinnt.

     

    Der Cantemus Chor bringt dieses Musical im Velodrom auf die Bühne am

    Samstag, 3. März 2018 um 19.30 Uhr und am

    Sonntag, 4. März 2018 um 16.00 Uhr

     

    Karten bekommen Sie an der Theaterkasse Bismarckplatz Regensburg, Tel. 0941 5072424, karten@theaterregensburg.de oder online www.theaterregensburg.de
    An diesem Wochenende war die erst Gruppe von Chor A im Schullandheim Habischried:
     
    Unser Stimmbildner Tobias Hänschke war in Tansania und im 3. Teil seines Reisetagebuchs erzählt er vom ersten Konzert:

    Sängerische Morgengymnastik

     

    In Tansania ist es üblich, dass vor Beginn der ersten Schulstunde, morgens um 7.45 Uhr auf dem Schulhof, die Nationalhymne gesungen wird. Die Schüler stellen  sich dazu uniformiert und in Reih und Glied auf und singen (hoffentlich) mit voller Inbrunst. Bei uns in der Schule gaben die Schüler/innen leider ein ganz schön trauriges Bild ab, wie sie da in ihre nicht vorhandenen Bärte murmelten. Auf die Nationalhymne (die auch noch mit der deutschen Hymne alternierte, bei der die Textverständlichkeit nicht unbedingt besser war) folgte dann noch die Schulhymne, deren Melodie von einem mir unbekannten Popsong geliehen und auf Englisch umgedichtet worden war. Auch hier wollte sich nie so eine besonders euphorische Stimmung einstellen, ist allerdings auch irgendwo verständlich, ich mag um die Uhrzeit auch nicht singen! Nun hatte der Schulleiter allerdings die glorreiche Idee, dass ich den Kids beim Singen helfe, lag ja leider auf der Hand. Ich durfte mich also wochentags jeden Morgen nach

    dem Frühstück vor die versammelte Mannschaft stellen und abwechselnd die tansanische und die deutsche Hymne grölen, die ich wohl noch nie so oft in meinem Leben gesungen habe (und vermutlich auch nie wieder so oft singenwerde) wie in dieser Zeit. So hatte ich immerhin die Gelegenheit, mit allen Schülern zu singen, was auch leidlich funktionierte, zumindest klangen die Hymnen nicht ganz so traurig wie ohne meine seelische und körperliche Unterstützung. Ob es letztlich etwas gebracht hat, kann ich nicht beurteilen, wenn ich mir gegen Ende meines Aufenthaltes nochmal diese Morgensingnastik anhörte ohne mitzusingen, klang es doch eher wieder gedämpft, wahrscheinlich hätte ich dem Lehrpersonal auch mal Gesangsunterricht geben sollen....

     

     

    Stundenpläne und andere Hürden

     

    Allen, die sich über das deutsche Bildungssystem beschweren, rate ich, einmal nach Tansania (oder ein anderes afrikanisches Land) zu fahren. Meiner persönlichen Meinung nach wird an deutschen Schulen viel unnützes Wissen vermittelt, während viele wesentliche Dinge nicht oder nicht intensiv genug gelehrt werden. In Afrika ist die Lage um ein Vielfaches schlimmer. Das Bildungssystem erinnert an das Unsrige von vor hundert Jahren. Es wird ein riesiger Berg an Informationen über die Schüler ausgeschüttet und von Zeit zu Zeit in irrsinnig gebündelten (Multiple-Choice-)Testphasen abgefragt. Das Ganze ist eher so eine Art Bulimie-Lernen, selbständiges Denken und

    Arbeiten der Schüler ist nicht gefragt, an vielen (vermutlich sogar an den meisten) tansanischen Schulen gibt es dazu noch die Prügelstrafe. Die OneWorldSecondary-School hat sich zur Aufgabe gemacht, einheimische Lehrer und Schüler mit modernen Unterrichtsformen vertraut zu machen, was natürlich eine absolut sinnvolle Sache ist. Leider ist aber auch diese Schule den staatlichen tansanischen Regularien unterworfen, was sich vor allem in einem absurd vollgestopften Stundenplan bemerkbar macht. Der Schulunterricht (in dem die Fächer Musik und Kunst erst gar nicht vorkommen) findet noch ganz normal an jedem Werktag zwischen 8 und 14 Uhr statt. Danach gibt´s Mittagessen und dann haben die Kinder etwa zweieinhalb Stunden "Freizeit", in denen sie meistens irgenwelche Haushalts- (z.B. Wäsche waschen) oder Gartenarbeiten

    zu erledigen haben. Um 17 Uhr beginnt dann die Study Time, in der selbständig gelernt werden muss. Diese dauert, mit einer halbstündigen Unterbrechung fürs Abendessen, bis 21 Uhr, dann geht´s ins Bett. Wochentags blieben mir also eigentlich nur knapp zwei Stunden, um mit den Kids zu arbeiten, meistens hatten sie dann aber irgendwas zu tun oder auch einfach mal keine Lust, wäre mir vermutlich in dem Alter auch nicht anders gegangen. Mir war gesagt worden, dass am Wochenende wesentlich mehr Zeit sein würde für Projekte, tatsächlich jedoch fanden zu dieser Zeit etliche Kirchgänge an, die Schüler mussten an beiden Tagen in unterschiedlichen Gruppen in ihre Kirchen gebracht werden, Sonntags findet zudem der Wochenmarkt in Kisangara statt, an dem man natürlich auch nicht vorbeikommt, ohne dass die Kinder noch irgendwelche Schuhe (sprich: Süßigkeiten) oder andere wichtige Sachen kaufen müssen und man selbst musste ja auch die einheimische Wirtschaft ankurbeln.

    Des Weiteren gabs auch am Wochenende eine Study Time, samstags außerdem noch Sport und so blieb da auch nicht mehr soviel Zeit für Musik übrig.

     

    Auch die räumliche Situation war nicht ganz optimal, so lag der Schlafsaal der Jungs ein ganzes Stück außerhalb des Schulgeländes, oft flitzten die sofort nach dem Mittagessen dorthin und waren fürs Chorsingen o.ä. nicht mehr einzufangen. So gab es also gleich mehrere organisatorische Baustellen, mit denen ich mich - neben der Musik - beschäftigen musste, was mir manchmal mehr, manchmal weniger gut gelang. Eine erstes Konzert war außerdem bereits in vier Wochen, zum Elternsprechtag geplant, und so hatte ich gleich alle Hände voll zu tun!  

     

     

    Das erste Konzert

     

    Nachdem die ersten Chorproben einigermaßen chaotisch und mit leider doch schwindendem Zulauf absolviert worden waren, stand nun also, knapp ein Monat nach meiner Ankunft, das erste Konzert an. Es war für den Elternsprechtag geplant, der an so einer Boarding School, einem Internat, ein Riesending ist, da viele Schüler ihre Eltern seit Monaten nicht gesehen haben und letztere teilweise mehrstündige Anreisen auf sich nehmen müssen, um ihre Kinder zu sehen. Ich hatte mit meinen Schülern ein ziemlich bunt gemischtes kleines Programm auf die Beine gestellt, die Mädels aus der Form 5 (entsprechend Klasse 6 oder 7 in Deutschland) wollte ich mit "Guantanamera" und "Drunken Sailor" an der Klampfe begleiten, dann sollten mit allen Jungs und Mädels noch ein paar Popsongs mit Background-Chor folgen und - mein persönlicher Höhepunkt - "Amazing Grace" vierstimmig! Wie bereits geschildert, war es eine ziemliche Rattenfängerei, die Kinder zu den Chorproben bekommen und als der

    Konzerttermin näherrückte und wir zwei Tage vor dem Konzert immer noch keine "Gesamtchorprobe" hinbekommen hatten, bekam ich doch langsam kalte Füße. Ich musste also ziemlich rumstressen und so traf ich mich mit entsprechend schlecht gelaunten Sänger/innen zur ersten und einzigen "Generalprobe", die anfangs auch eher nach Katzenjammer klang, aber nach und nach besserte es sich Gottseidank und selbst der vierstimmige Satz ging einigermaßen, was mich ein wenig beruhigte. Am Tag des Konzerts herrschte große Hektik und Geschäftigkeit, alles musste für die Eltern auf Hochglanz poliert werden, auch der sandige Schulhof! Die Musik sollte nach den Lehrergesprächen in der Mittagspause stattfinden, diese musste ich als Volontär auch noch beaufsichtigen und nebenher noch den Konzertaufbau (wir hatten immerhin eine ganz schicke Soundanlage) organisieren. Kurz vor dem Konzert dann großer Stress, die Kinder waren ein aufgebrachter Hühnerhaufen, ein Junge, ein ziemlich guter Sänger, hatte wohl nach den Lehrergesprächen ziemlichen Stress mit seiner Mutter bekommen und weigerte sich plötzlich aufzutreten, überall Drama, es war ein bisschen wie Premierenstimmung am Theater.... Ich machte dann ein kurzes Einsingen mit allen und beschloss im jugendlichen Überschwang, Amazing Grace á Cappella, also ohne Instrumentenbegleitung, singen zu lassen, ich selber sang vorsichtshalber mit, damit die Intonation nicht ganz verrutscht. Zeit für einen Soundcheck war nicht mehr, weil

    plötzlich mal wieder alles ganz schnell gehen musste und so hat uns die super Soundanlage fast das ganze Konzert über mit einem nicht zu überhörenden Dröhnen begleitet, ich musste klampfen, das Keyboard malträtieren, singen und mich um die Beats und die Soundprobleme kümmern und war nicht wenig überfordert. Trotzdem klappte alles irgendwie ganz gut, selbst Amazing Grace, worauf ich doch ein bisschen stolz war und alle waren danach ganz zufrieden, die Kinder vor allem mit den Süßigkeiten, die ich ihnen zur Belohnung geschenkt hatte. Das war irgendwie doch ein guter Einstand gewesen, wenn er auch mit viel Stress verbunden war. Für die kommende Zeit sollte sich die Realisierung solcher Projekte leider als noch schwieriger erweisen, aber jetzt kamen erstmal die Osterferien, in denen ich die Besteigung des Kilimanjaro geplant hatte, ein weiteres Abenteuer mit vielen todbringenden Gefahren!

    Viele erinnern sich immer noch gerne an China. Aber grad ein Thema wird niemand je wieder vergessen: Stäbchen! damit hatten sowohl groß als auch klein Probleme. David Lorenz spricht hier ein wenig über Stäbchen:
     

    Schon vor dem Start unserer zweiwöchigen China-Reise wurde uns als Tipp mitgegeben, dass wir unbedingt das Essen mit Stäbchen üben sollten. Es gäbe dort nämlich kein „normales“ Besteck. Essstäbchen sind das Sinnbild für die chinesische Küche und eine Hürde für jeden China-Neuling. Zum Glück hatte ich Freunde und Familienangehörige, die bereits in China waren und mir 3 Tage vor Abflug noch einige Techniken zeigten, wie man am besten mit Stäbchen essen kann. Trotzdem war ich sehr skeptisch, ob ich es in den kommenden 12 Tagen noch lernen würde. In China angekommen, trafen wir im Hotel ein und es ging gleich weiter zum Mittagessen – erste Herausforderung für mich. Doch was sah ich da? Neben den Stäbchen und Tellern lag auch etwas, das mir sehr bekannt vorkam: Messer und Gabel! Die Erleichterung war groß. Doch ich dachte mir auch, dass ich vielleicht nicht überall so viel Glück haben würde. Also versuchte ich es mutig zunächst mit den Stäbchen, in dem Bewusstsein, dass das Besteck mich vor dem Verhungern bewahren würde. Und wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer. Das Essen mit den Stäbchen (chinesisch: kuàizi 筷子)war schon ungewohnt, aber es klappte. Ich konnte etwas essen!! Als Technik, wie man die Stäbchen nun hält, benutzte ich eine Mischung von allen mir vorher gezeigten Techniken. Im Laufe der Reise klappte es auch immer besser. Trotzdem nahm ich mir, wenn möglich, immer noch Besteck mit an den Platz. Aber ich benutzte es immer weniger. Ich möchte zwar nicht behaupten, dass ich jetzt der volle Profi darin bin, mit Stäbchen zu essen, und ich würde auch lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht froh wäre, wieder mit „normalem“ Besteck essen zu können. Trotzdem war es für mich eine schöne und spannende Erfahrung. Übrigens ist die Verwendung der Holzstäbchen nicht ganz unumstritten, denn alleine in China werden jedes Jahr etwa 45 Milliarden Essstäbchen verbraucht, dies entspricht 25 Millionen voll ausgewachsenen Bäumen. Aber es geht auch anders: 

    Übrigens lautet der chinesische Essensgruß nicht „Guten Appetit“, sondern „man man chi“: Langsam essen!
    Wie bereits bekannt, war unser Stimmbildner Tobias Hänschke in Tansania. Wie seine Reise dort weiter verläuft erfahren sie hier im zweiten Teil seines Reiseberichts:
     
    Chorproben mit Hindernissen
     
    Das Singen im Chor ist in Tansania, zumindest in der Region, in der ich lebte, hauptsächlich eine kirchliche Angelegenheit.
    In meiner Schule jedenfalls wurde bis dato nichts dergleichen gemacht, für die Schüler/innen war das also eine völlig neue Erfahrung.
    Einige Kids singen regelmäßig am Wochenende im Gottesdient, einige wenige auch gerne Popsongs ("Bongo-Flava" ist DER Hit in Ostafrika),
    wobei Gesang auch gerne mal mit Rap verwechselt wird, vor allem von den Jungs, ist halt auch viel cooler.
    Immerhin haben sie ein kleines Tonstudio in der Schule, wo man doch recht professionell Songs aufnehmen
    kann und ein paar Jungs sind auch ziemlich versiert darin, Beats herzustellen, zu denen dann gerappt und gesungen wird.
     
     
    Für die erste Chorprobe hatte ich mir "Amazing Grace" ausgesucht. Es waren etwa 20 Kinder da, keines konnte
    Noten lesen, die meisten hatten noch nie im Chor gesungen. Es kam mir plötzlich wie eine ganz schöne
    Mammutaufgabe vor. Wir haben also ein paar Aufwärm- und Einsingübungen gemacht, danach habe ich
    versucht, ihnen möglichst einfach die Grundkenntnisse des Notenlesens zu vermitteln.
     
    Das erste Lied, was sie mit Noten singen sollten, war "Bruder Jakob" (auf Suaheli übersetzt "Kaka Johni",
    auch in Tansania ein bekanntes Volkslied). Das ging natürlich ganz gut, weil die Melodie bekannt und nicht
    allzu schwer ist. Wir haben es nach etlichen Anläufen sogar als dreistimmigen Kanon hinbekommen. Danach
    haben wir uns an Amazing Grace gewagt. Ich hatte einen einfachen vierstimmigen Satz kopiert und versucht,
    neben der Melodie, die natürlich alle auf Anhieb mitsingen konnten, auch Mittel- und Unterstimme einzustudieren,
    was sich noch als einigermaßen schwierig erwies. Insgesamt war es ziemlich chaotisch, aber auch ganz lustig,
    am Schluss wurden die Kids mit Süßigkeiten belohnt und es wurden noch etliche Selfies gemacht.
     
    Die nächsten Chorproben sollten sich leider nicht mehr ganz so einfach gestalten..
     
     
     
     
    The exchange program was performed successfully 4 weeks ago on Sunday in Shanghai, Professor Li and his team from Suchow University quite enjoyed the exchange and gave high appraisal to Regensburg choir. 
    Hope our German young friends do also
     
    Das Austauschprogramm wurde vor vier Wochen am Sonntag in Shanghai erfolgreich durchgeführt. Professor Li und sein Team von der Suchow Universität haben den Austausch sehr genossen und sprachen dem Regensburger Chor ihre größte Anerkennung aus. Wir hoffen, unsere jungen deutschen Freunde haben es ebenfalls genossen
     
     

    Der Anfang der ersten Szene aus "die 3 Rätsel" gespielt vom Cantemus Chor im Jahr 2004

    Der Film zur Vorstellung des Rockkonzertes von Chor B

    Für alle Eltern, die es nicht geschafft haben zum Elternabend am letzten Donnerstag zu kommen, gibt es hier die Präsentation des Elternabends mit ein paar kurzen Kommentaren:
     
     

     Was bisher geschah...:  Ein paar von uns flogen zu einer zweiten Tournee nach China. Dieses Mal waren wir in Peking und hatten die Möglichkeit die chinesische Mauer zu besuchen
     
     
    Cantemus Neo führte zusammen mit dem Concerto Stella Matutina die h-Moll Messe mit großem Erfolg auf.
     
     
     Die jüngste Chorgruppe ist Chor A und seine Mitglieder sind Erst- bis Drittklässler. Er verteilt sich auf mehrere Gruppen, welche oben genannt sind.
    Auf den Bilder sieht man die Chor A Aufführung der roten Zora vom letzten Jahr.
     
     
    Dieses Jahr spielt Chor A das bekannte Stück "Ronja Räubertochter". Regie führt Heidi Huber. Sie ist als Tänzerin bzw. Choreographieassistentin in verschiedenen Produktionen am Theater Regensburg tätig und inszenierte letztes Jahr das Musical "Dschungelbuch" von Chor C.
     
     
     Chor A fährt dieses Jahr an oben genannten Terminen in genannter Zusammensetzung in das Schullandheim Habischried: Es folgen einige Fotos.
     
     
    Die nächste Chorgruppe ist Chor B. Chor B besteht aus Viert- bis Siebtklässlern, welche sich auf obige Gruppen verteilen.
     
     
     
    Ein großes Projekt von Chor B ist das Rockkonzert. Beim Rockkonzert singen die Kinder in kleineren Gruppen Lieder aus den aktuellen Charts und bringen diese auf die Bühne.
    Zur Vorstellung folgt als nächster Beitrag ein kurzer Film.
     
     
    Ähnlich wie bei Chor A fährt auch Chor B auf eine Probenfahrt. Chor B jedoch fährt in das Sportcamp Regen-Raithmühle. Die obige Gruppenaufteilung erfolgt nicht wie bei Chor A nach Chorgruppen, sondern nach Altergruppe.
    Es folgen ein paar Fotos zur Vorstellung des Sportcamps:
     
     
     
    Das diesjährige Musical für Chor B heißt "die 3 Rätsel". Erzählt wird die Geschichte des aufgeweckten Jungen Lasso, der sich aufmacht ins Königreich Busillis, um die verwöhnte Prinzessin Scharada zur Frau zu gewinnen. Einzige Bedingung: Er muss ihr drei Rätsel stellen, die sie nicht zu lösen vermag. Lasso zeigt sich furchtlos und schlau, muss jedoch lernen, dass es auf der Welt ernster und gefährlicher zugeht, als er gedacht hat. Wir spielten das Stück bereits 2004.
    Der Anfang der ersten Szene wird als kurzer Film in einem folgenden Blogeintrag veröffentlicht.
     

    Die zweit ältersten Mitglieder des Cantemus Chores sind in Chor C. In Chor C sind die Acht- bis Elftklässler.
    Auch diese Chorgruppe fährt auf Probenfahrt nach Regen-Raithmühle und probt dort für das Musical.
     
     
    Dieses Jahr führt Chor C das Musical "Spamalot" auf. Dieses ist vielen vielleicht auch unter dem Namen "Die Ritter der Kokosnuss" bekannt.
     
     
    Auf allen Chorfahrten der jüngeren betreut Chor C. Dies hat den Vorteil, dass von ihnen viele bereits selber von klein auf im Chor sind und deswegen wissen, auf was zu achten ist. Somit ist immer gewährleistet, dass ohne große Erklärungen alles reibungslos funktioniert und alle glücklich und zufrieden zurück kommen. Wichtig ist zu sagen, dass darauf geachtet wird, dass bei Chor B eher die älteren Chor Cler betreuen, da es keinen Sinn macht Siebtklässer von Achtklässlern betreuen zu lassen.
     
     
    In Cantemus Neo sind die ältersten der Chorfamilie. Seine Mitglieder sind meist Berufstätig oder studieren. Cantemus Neo singt viel klassische Chorliteratur, wobei sie von den Ältersten aus Chor C unterstützt werden. Andersherum unterstützt Cantemus Neo Chor C bei den Musicalproduktionen und beim Betreuen der Kinder auf Chorfahrten.
     
     
     
    Projekte von Cantemus Neo waren die "Nacht der Musik" in St. Emmeram (Bild oben mitte) und "der fliegende Holländer" in Kooperation mit dem Opernchor des Theaters im Hafen von Regensburg.
     
     
     
    Jetzt folgen ein paar Dinge für alle: Am 24.12 ist das Weihnachtsbenefitskonzert im Stadt Theater Regensburg. Die freiwillige Probe findet am Samstag von 13 bis 16 Uhr statt. Karten für das Konzert gibt es leider nicht mehr.
     

    Das Grillfest in Haslbach ist das vorletzte Ereignis im Chorjahr Bei diesem Sommerfest kommt der ganze Chor zusammen und singt gemeinsam. Eltern, Geschwister, Oma und Opa sind alle herzlich mit eingeladen
     
     
     
    Den großen Abschluss des Jahres bietet die Jahresabschluss-Chorfahrt auf die Burg Finstergrün in Österreich. Neben normalem gemeinsamen Singen werden auch Songabende ähnlich dem Rockkonzert, jedoch nur mit Klavierbegleitung, geboten. Auch für sportbegeisterte wird genügend geboten.
     
     
     
     
    Oft brauchen wir Hilfe: Sei es bei der Betreuung der Kinder im Audimax bei der Aufführung, beim Nähen der Kostüme oder bei sonstigen Ereignissen. Dann sind sie gefragt, liebe Eltern: Was können sie, was uns helfen könnte? Bei uns im Büro erhalten sie ein kurzes Formular, in dem sie sich für die Elternmitarbeit eintragen können. Ob wir dann bei ihnen Hilfe anfragen, ist situationabhänging. Vielen Dank für ihre Hilfe
     
     
    Da Noten- und Aufführungsrechte sehr teuer sind, aber auch die Miete der Aufführungsräumlichkeiten nicht ganz billig ist, lassen sich viele unserer Projekte nur durch den Förderverein verwirklichen. Falls sie dem Förderverein beitreten wollen, melden sie sich bei uns im Büro.
     
     
    Wir sind am Ende der Präsentation angelangt. Sollten sie noch Fragen haben, rufen sie uns im Büro (0941/ 5072461) an, schreiben sie eine Email an Cantemus@Regensburg.de oder nutzen sie das Kontaktformular am unteren Ende unserer Website www.cantemus-regensburg.de
     
     

     

    Besuch vom Oberbürgermeister Meng Fanli von Qingdao

    Am Donnerstagnachmittag hatte sich hoher Besuch aus China in Regensburg angekündigt: der Oberbürgermeister von Qingdao, der chinesischen Partnerstadt von Regensburg, wurde im Hotel Goliath erwartet.

    Erst Anfang November hatte ein Teil des Cantemuschores während einer Konzerttournee durch China auch Qingdao besucht . Dort kam es im Rahmen eines kulturellen Austauschs zu Begegnungen mit Schülern und Lehrern einer chinesischen Schule, und es wurde natürlich ein Konzert gegeben. Nun war es für den Cantemuschor naheliegend, den Oberbürgermeister von Qingdao mit einem Ständchen zu begrüßen, um die guten Kontakte zu pflegen und den Grundstein für eine Fortsetzung des Austauschs zu legen. Chorleiter Matthias Schlier hatte seine Gruppe für diesen Auftritt schnell im Boot und ungeduldig erwarteten die Chinafahrer die Ankunft des Oberbürgermeisters im Hotel Goliath, die sich allerdings um knapp 1,5 Stunden verzögerte, weil man nicht nur in China im Stau stecken bleiben kann, sondern genauso bei uns in Deutschland…

    Als Herr Oberbürgermeister Meng Fanli endlich eintraf, wurde er vom Kulturreferenten Klemens Unger und einer Delegation der Stadt begrüßt und er erfuhr, dass der Cantemuschor als Geschenk und Dank für die erlebte Gastfreundschaft in Qingdao für ihn singen würde. Und schon erschallte das auf chinesisch gesungene Lied „Kleines Fliederlein" durch das Foyer vom Hotel Goliath. Herr Meng Fanli lauschte andächtig und war offenbar sehr überrascht, ein ihm bekanntes Lied in seiner Muttersprache zu hören zu bekommen. Anschließend hielten zwei Mädchen aus dem Chor eine kleine Ansprache, mit der sie sich nochmals für die herzliche Aufnahme in Qingdao bedankten und die Hoffnung zum Ausdruck brachten, die Schüler, die sie in Qingdao getroffen hatten, auch in Regensburg empfangen zu dürfen. Die erst von Melanie Lang auf Deutsch vorgetragenen Worte wurde von Melanie Ward,die chinesische Muttersprachlerin ist, gleich fließend ins Chinesische übersetzt. Die Mädchen überreichten dem Oberbürgermeister eine eigens zusammengestellte Fotocollage mit Bildern vom Besuch des Cantemuschores in Qingdao, die er erfreut entgegen nahm.

    Dann folgte ein weiteres auf chinesisch gesungenes Lied: "Hold Hands", welchem der

    Oberbürgermeister sichtlich bewegt lauschte- offenbar gehört die musikalische Darbietung eines in China sehr bekannten und in gut verständlichem Chinesisch gesungenen Liedes nicht zum Standardprogramm seiner Auslandsreisen. Er bedankte sich ausgiebig mit vielen „Daumen hoch"- Zeichen und anerkennenden Worten und Blicken bei den Sängerinnen und Sängern. Dem Chorleiter Matthias Schlier sprach er seine große Anerkennung aus und überreichte ihm zum Abschluss ein Gastgeschenk aus China. In seiner Muttersprache sprach er noch einige Worte mit Melanie und ihrer Mutter , bevor er winkend mit seiner Entourage wieder verschwand.

    Die Sängerinnen und Sänger der Chinagruppe freuten sich über den gelungenen Auftritt. In China hatten sie es bereits häufig erlebt, dass das Konzertpublikum sich bei diesen beiden chinesischen Liedern sehr bewegt gezeigt hat und die Menschen sogar begonnen haben, laut mitzusingen. Und so war niemand überrascht, dass mehrere Chormitglieder ganz überzeugt davon berichteten, dass auch der Herr Oberbürgermeister heute zumindest die Lippen mitbewegt hatte…..

    Ohne das obligatorische Gruppenfoto wollte der Herr Meng Fanli nicht gehen, um Regensburg zu erkunden
     
    Natürlich kann Herr Schlier nicht alle unsere Projekte alleine erarbeiten. Hierfür wird er von den Stimmbildnern unterstützt. Einer von diesen ist Tobias Hänschke. Außer im Chor arbeitet er als Sänger im Opernchor des Stadttheaters. Am Anfang des Jahres war er in Afrika. Hiervon erzählt er:
     

    Cantemus Tansania

     

    Nach einigen arbeitsreichen Spielzeiten am Theater und vielen Projekten mit dem Cantemus-Chor dachte ich mir, es wäre einmal an der Zeit, sich eine Auszeit zu nehmen und so habe ich mich für ein Jahr vom Theater beurlauben lassen. In dieser Zeit wollte ich natürlich gerne was von der Welt sehen, Afrika war schon seit langem ein Wunschziel von mir. Außerdem dachte ich, es wäre bestimmt spannend, dort mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und da ich nun bei Cantemus schon einige Erfahrung gesammelt hatte, lag es auf der Hand, so etwas dort auch einmal auszuprobieren. Durch eine Kollegin vom Theater hatte ich bereits im letzten Jahr den Kontakt zur Partnerschule des Gymnasiums Lappersdorf hergestellt, der OneWorldSecondarySchool in Tansania. Der Schulleiter war sehr angetan von meiner Idee, mit den Schülerinnnen und Schülern musikalische Projekte zu gestalten und so waren wir uns schnell einig. Fünf Monate sollte mein Aufenthalt dort dauern, in dieser Zeit wollte ich mit möglichst vielen Schülern einen Chor zusammenstellen, mit einzelnen Jungs und Mädels Songs erarbeiten, Keyboardunterricht geben und schauen, was sonst noch so möglich ist.

     

    Hinflug und "Vorsingen"

     

    Bereits der Flug nach Tansania war abenteuerlich. Dichter Nebel am Amsterdamer Flughafen - wo ich einmal umsteigen musste - verzögerte den Abflug in München um fast zwei Stunden. Meine Zeit zum Umsteigen: zwei Stunden.... Wir kamen also ziemlich genau zwei Minuten vor Abflug meines Anschlussflugs in Amsterdam an und ich konnte nach einem strammen Sprint durch diesen wirklich riesigen Flughafen gerade noch mit anschauen, wie mein Flieger vom Gate wegrollte. Danach völliges Chaos am Terminal, hunderte Fluggäste mussten umbuchen, ich konnte dies nach etlichen Diskussionen direkt am Gate meines nächsten Flugs tun, sonst hätte ich den wahrscheinlich auch noch verpasst. Dieser Flug ging über Nairobi (Kenia) und weitere zwei Zwischenhalte und kam sechs Stunden später als geplant am Kilimanjaro-Airport an. Um drei Uhr morgens. Mein Rucksack war mitgereist, mein Koffer leider nicht, den musste ich als vermisst melden. Sodann fuhr ich mit dem Fahrer der Schule noch weitere anderthalb Stunden lang in das kleine Dorf Kisangara, in dem die OneWorldSchool beheimatet ist, und kam gegen sechs Uhr morgens endlich dort an. Den ersten Tag habe ich also schlafend verbracht.

    Zwei Tage nach meiner Ankunft, nachdem ich mir ein Bild von der Schule gemacht und erste Eindrücke von den Schülerinnen und Schülern gesammelt hatte, fand ich, dass es Zeit wäre, mich Ihnen ganz offiziell vorzustellen und Ihnen etwas vorzusingen. Ich hatte dafür das Torero-Lied aus der Oper "Carmen" und das Ständchen des Don Giovanni aus Mozarts gleichnamiger Oper ausgewählt. Die Reaktion war ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte: erst ungläubiges Staunen, dann großes Gelächter und am Schluss (Gottseidank;)) großer Applaus. Fürs kommende Wochenende war die erste "Chorprobe" geplant.

    Viele Eltern werden schon einige Kleinigkeiten über den kurzen Besuch auf dem chinesischen Schwarzmarkt gehört haben. Johanna Augustin erzählt gern von ihren Erfahrungen:
     

    Eine riesige Halle mit unzähligen Geschäften. Aufträge einiger Großen im Hinterkopf. Und das bei nur 30 Minuten Zeit.  Wir sagen: Challenge accepted! 

    Wir freuten uns wie Schnitzel, als wir erfuhren, dass wir Kleinen auf den Schwarzmarkt durften, während die Großen sich mit einem chinesischen Chor treffen 'mussten'. Kaum waren wir angekommen, liefen wir sofort zu einem Geschäft, bei dem man Markenrucksäcke kaufen konnte,die bei uns sehr teuer sind. Die Frau hat erst ihren Preis genannt, aber weil wir 'little girls' sind haben wir den Preis schön runterhandeln können:)) Die Frau konnte ihr Glück kaum fassen, als wir ihr dann auch noch einige Taschen abgekauft haben, die sie für uns natürlich auch sehr reduziert hat. Ich bin der Meinung, die Frau hat an diesem Abend mit uns das Geschäft ihres Lebens gemacht :) 

    Ab da haben wir uns dann aufgeteilt, die einen haben beliebte Kopfhörer und Winkekatzen gekauft, die anderen haben bei den Klamotten zugeschlagen und Luci und ich haben noch Chucks gekauft, bei denen ich den neu entdeckten Spaß am Feilschen nutzen konnte (3 Paar für umgerechnet nicht mal 30 Euro, wo sie doch anfangs für jedes Paar das doppelte wollte). Wieder am ausgemachten Treffpunkt sind wir dann gemeinsam zurück zur Konzerthalle gegangen und hatten ein tolles letztes Konzert! 
     
    Alle zufrieden, Auftrag erfüllt.
    Morgen ist es soweit: Wir führen in St. Emmeram die h-Moll-Messe von Bach auf. Die solistischen Stellen werden von 4 in der Musikszene berühmten Sängerinnen und Sängern gesungen.
    Diese möchten wir Ihnen im folgenden vorstellen:
    Monika Mauch  geboren in Baden-Württemberg, begann ihre Gesangstudien am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen bei dem Bass-Bariton Richard Wistreich, gefolgt von einem Studienjahr in Paris bei Jill Feldman.
    Ihre sängerische Karriere begann in Philipp Pierlot’s Ricercar Ensemble gemeinsam mit dem Bläserensemble La Fenice unter Jean Tubéry, im Ensemble Ordo Virtutum unter der Leitung von Stefan Morent, mit dem Taverner Consort unter Andrew Parrot und mit Red Byrd (John Potter und Richard Wistreich).
    Mauch's Arbeit mit Cantus Coelln glänzt in Aufnahmen wie dem Altbachischen Archiv oder Bach’s h-moll Messe bei Harmonia Mundi France.
    Ebenso zeigte sie ihre Qualitäten unlängst in Konzerten und Aufnahmen von Carissimi, Buxthehude und Biber mit La Capella Ducale und Musica Fiata unter der Leitung von Roland Wilson, in den interessanten Barock- und Renaissance-Programmen des Ensemble Weser Renaissance geleitet von Manfred Cordes, gefolgt von Konzerten mit Collegium Vocale Gent unter Philip Herreweghe. Sie genießt auch sehr die warme Zusammenarbeit mit dem von Bruce Dickey und Charles Toet geführten Concerto Palatino.
    Wichtig war der Erfolg ihrer Zusammenarbeit mit dem Hilliard Ensemble mit der ECM Einspielung ‘Morimur’. Eine Einspielung von Gesualdo Madrigalen ist in Planung. Eine Quelle ausgezeichneter Konzerte und CDs im Renaissance Repertoire ist ihre Zusammenarbeit mit Ensemble Daedalus unter Leitung von Roberto Festa. Das CordArte Ensemble in Köln, das Ensemble Caprice geleitet von Matthias Mauthe, die unterschiedlichsten Auftritte mit Montreal Baroque, les Cornets Noirs, unter Leitung der Cornettovirtuosen Frithjof Smith und Gebhard David, und das Ensemble Private Musique von Pierre Pitzl, besonders dessen CD ‘Tonos Humanos’ mit Monika Mauch und Josep Cabré, zeigen Musik von einzigartiger Schönheit.
    In letzter Zeit hat Monika Mauch mit dem Lautenisten Nigel North an einigen Konzertprogrammen gearbeitet, die schließlich zu einer ECM New Series Aufnahme des Musical Banquet von Robert Dowland geführt haben.
     
    Rebecca Martin, die amerikanische Mezzosopranistin Rebecca Martin hat sich international als Opern-, Konzert- und Liedsängerin einen hervorragenden Ruf erworben.Geboren in Vietnam und bis zum 9. Lebensjahr in Saigon aufgewachsen, besuchte sie anschließend die Schule in Pennsylvania und studierte zunächst Klavier bei Marvin Blickenstaff und später Sologesang bei Kay Montgomery in Indiana.  Seit 1988 lebt sie in Deutschland.
     
    Ihr erstes Soloengagement führte die Mezzosopranistin an das Anhaltische Theater Dessau, wo sie u.a. mit der Titelpartie in Rossinis Oper ‚La Cenerentola’ einen großen Erfolg feierte. Dafür wurde sie als Nachwuchssängerin des Jahres nominiert.
     
    Am Staatstheater Nürnberg sang Rebecca Martin die zentralen Opernpartien ihres Faches, wie Carmen, Cherubino (Le Nozze di Figaro), Dorabella (Così fan tutte), Donna Elvira (Don Giovanni), Angelina (La Cenerentola), Poppea (L’incoronazione di Poppea), Charlotte(Werther), Hänsel (Hänsel und Gretel), Orlando (Orlando furioso) und Niklasse (Les Contes d’Hoffmann).
     
    Dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München war die Sängerin etliche Spielzeiten als Gast eng verbunden.
 Als Angelina in der Neuproduktion der Oper ‚La Cenerentola’ erhielt sie den Stern der Woche der AZ München. Weitere Partien waren Rosina (Barbier von Sevilla) sowie Idamante (Idomeneo).
    Internationale Operngastspiele führten Rebecca Martin u.a. ins spanische Santander (Charlotte) und nach Hong Kong (Donna Elvira).
    In Konzerten und Liederabenden trat Rebecca Martin beim Rheingau Musik Festival, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, beim Bachfest Leipzig, in der Bachwoche Ansbach, in der Berliner Philharmonie, im Festspielhaus Baden-Baden, im Leipziger Gewandhaus, in der Dresdner Frauenkirche, im Teatro Colon (Buenos Aires), im Palau de la Música Catalana (Barcelona) und im Grant Park in Chicago auf, um einige zu nennen.
    Dabei kam es u.a. zur Zusammenarbeit mit Mariss Jansons, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Chailly, Marek Janowski, Ulf Schirmer, Carlos Kalmar und Karl-Friedrich Beringer.
    Das breite künstlerische Spektrum Rebecca Martins ist in mehreren Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentiert. So sind in den letzten Jahren einige CD-Einspielungen mit der Mezzosopranistin Rebecca Martin erschienen, darunter ‚Das Paradies und die Peri’ von Robert Schumann mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt (Harmonia Mundi), sowie der ‚Elias’ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Windsbacher Knabenchor unter der Leitung Karl-Friedrich Beringers (SONY).  In Kürze erscheint bei Sony auch eine Gesamteinspielung des Weihnachstoratoriums von Johann-Sebastian Bach mit dem Windsbacher Knabenchor und die Deutsche Kammervirtuosen;  Kantaten I-III unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer, Kantaten IV-VI unter seinem Nachfolger Martin Lehmann.
    Rebecca Martin unterrichtet auch eine Gesangsklasse an der Nürnberger Hochschule für Musik.
     
     
    Tenor Christian Sturm:
    Ensemblemitglied am Staatstheater Gärtnerplatz und dem Landestheater Coburg. Von 2009 bis 2014 im Ensemble der Wuppertaler Bühnen u. a. als Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Belfiore (La finta giardiniera), Fenton (Falstaff), Telemaco (Il ritorno d’Ulisse in Patria), Alfred (Die Fledermaus)
    CD-Einspielungen für WDR, HR und ORF
     
     
     
    .
    Matthias Helm Bariton
    studierte Gesang bei Rotraud Hansmann sowie Lied und Oratorium bei Robert Holl. Darüber hinaus  besuchte er Meisterkurse bei Margreet Honig, Wolfgang Holzmayr und Rudolf Piernay.
    Vor allem als Interpret der Oratorien und Passionen von Bach, Händel, Mendelssohn, Orff oder Martin hat sich Matthias Helm einen Namen gemacht und ist damit gern gehörter Gast namhafter Festivals und Konzerthäuser wie styriarte, Theater an der Wien, Alte Musik Festival Utrecht, Konzerthaus Wien, Teatro Monumental Madrid, Musikverein Wien, Philharmonie Luxemburg, Origen Cultural, Nederlandse Bachvereiniging oder Bachstiftung St. Gallen.
    Dabei arbeite er mit Klangkörpern wie RTVE Madrid, NDR-Orchester, Ensemble Barucco, L’Orfeo Barockorchester oder Wiener Akademie zusammen.
    Sein Bühnenrepertoire enthält Partien von der Rennaissance bis ins 21. Jhdt.
    Seit 2011 gastiert Matthias Helm immer wieder am Landestheater Linz.
    Konzertreisen führten ihn durch Europa, Südkorea und Singapur.
    Das Concerto Stella Matutina
     
    Ein Barockorchester kann erfahren, frisch und innovativ zugleich sein.
    Das beweist das Originalklang-Ensemble Concerto Stella Matutina seit seiner Gründung im Jahre 2005.
    Mittlerweile gehört der Klangkörper mit seinem Programm abseits des Mainstreams zu den führenden Barockensembles in Österreich.
     
    Und für uns ist es eine große Ehre, dass wir zusammen mit diesem Orchester am Samstag die h-Moll-Messe aufführen dürfen.

    Wie wichtig doch auch Englisch in China sein kann, obwohl man immer hört, dass dort niemand englich spricht, merkt man an der Erfahrung, die Moritz Preis gemacht hat:

     

     

     

    Mein persönliches Willkommenserlebnis.

    Mich hatte der überaus freundliche Empfang mit dem Chinesischen Kinderchor beeindruckt.

    Auf die Frage meiner Chinesischen Chorkollegin Lishi Meng: „Where do you come from?" , antwortete ich mit der richtigen Antwort: „Germany“. Da ging die einseitige Konversation richtig los.

    Sie hat wasserfallartig eine Menge erzählt, wozu ich immer freundlich gelächelt und durchaus verständlich genickt habe.

    Aber leider hab ich kein Wort verstanden, mangels Englisch Erfahrung ;-(

    Naja, ein Grund mehr, um jetzt vielleicht doch ernsthaft Englisch zu lernen.

    Zumindest am Schwarzmarkt haben meine rudimentären Kenntnisse gereicht, um ordentlich zu handeln.

     

    Hier sieht man Moritz und Lishi
    Trotz der Sprachbarriere waren die beiden ein gutes Team:)
     
    Wie gut Chor B und die Großen in China zusammenpassten, kann man sehr gut hier erkennen: Danke an Jule Gerling:)
     
     
    Wie ihr ja vielleicht schon wisst, hatte in China jedes Kind einen Betreuer. Wir (Melli, Lina und ich) hatten das große Glück Hanna, Eva und Astrid als Betreuerinnen zu haben. Das iwar total toll, da sich sowohl die Großen als auch wir Kleinen super verstanden haben. Deshalb ist unsere Squad einzigartig und unübertroffen. So wurde die Zeit in China  noch schöner, als wir sie uns eigentlich ausgemalt hatten.
     
    Von unserer interessanten Begegnung mit dem "Feuertopf" handelt dieser Text:
     
    Unter dem Wort "Feuertopf" können sich wohl die wenigsten etwas vorstellen, außer natürlich alle, die in China dabei waren, denn an unserem letzten Tag in Peking waren alle zusammen beim "Feuertopf essen".
    Ich kannte das ganze zuvor nur unter dem Namen "Hot Pot" und hab es mir eigentlich auch ein bisschen anders vorgestellt.
    Man bekommt also in die Mitte des Tisches eine Art Kamin mit einer Schüssel voll Wasser drum rum und jede Menge Dinge, die darin gekocht werden. (Ich hätte einen einfachen Topf mit Brühe erwartet :P)
    Wir haben also erstmal alles in die Schüssel, was auf dem Tisch stand. 
    Glasnudeln, Fleisch, irgendein Gemüse und noch andere Nudeln.
    Wenn man es letztendlich geschafft hat alles zu kochen und auch wieder heil aus dem Wasser zu fischen, war das Essen durchaus sehr lecker.
    Und vorallem lustig war es!
    Was es mit dem Stichwörter "50 Koffer in 2 Minuten" und "SEK-Einsatz im Zug" auf sich hat, können sie hier der kurzen, aber wahren Geschichte von Daniel Kidd entnehmen:
     
    Es sollte wieder ein langer Tag werden. Früh aufstehen, eine Zugfahrt von Jinan nach Peking,  dort angekommen erst ins  Hotel, dann zum Mittagessen, zurück ins Hotel, Konzertkleidung holen und ins Konzerthaus zur Stellprobe. Krönender Abschluss des Tages: das Konzert in Peking. Jedoch scheint dieses in der Früh um 06:00 Uhr noch sehr weit weg und auch nicht als großer Ansporn aufzustehen. Irgendwie hat´s dann doch jeder geschafft, immerhin kann man ja im Bus weiterschlafen und  auf der Zugfahrt erst recht. Während der Busfahrt schleicht sich schon ein ungutes Gefühl ein… wir haben nur 2 Minuten um mit Sack und Pack einzusteigen. Jian (der chinesische Konzertmanager, der uns die ganze Tournee begleitet hat) stellt Regeln fürs Einsteigen auf:
    Regel 1: Alle rein
    Regel 2: Alle Koffer rein
    Regel 3: Es ist alles erlaubt, Hauptsache wir sind alle im Zug
     Typisch Cantemus: wir haben uns ein wenig stressen lassen und waren unter 60 Sekunden alle im Zug. Pünktlich fährt der Zug weiter und wir sind alle auf unseren Plätzen und sind froh eventuell etwas schlafen zu können. Ich schlafe nicht.
    Es gibt einen viel schöneren Verwendungszweck für diese Zugfahrtzeit: Kaffee trinken mit Jian. Ich habe selten beim Kaffee so gute Gesprächsteilnehmer. Mal unterhalten wir uns über den Chor oder über China, über Geschichte und Moderne Technik und über den Fakt, dass in China bezahlen grundsätzlich über eine App funktioniert. Man zahlt so seine Stromrechnung, die Miete, den Einkauf, aber auch den Schuhputzer, der an der Straßenecke sitzt. „Aber da ist man doch dann….“ mitten im Satz unterbrochen. Im Speisewagon geht ein lauter Alarm los. Plötzlich bremst der Zug ab. Drei Tische weiter springt das Sicherheitspersonal auf. Alle rennen auf ihre strategischen Positionen und öffnen das Waffenholster. Kurzes Warten… keine Regung von einem der Beamten ist zu sehen, nur das Tuten des Alarms weist auf den Notfall hin. Es vergehen vielleicht 3 Sekunden, aber der Moment scheint so surreal, dass er mir vorkommt wie eine Ewigkeit. Dann ein kurzer Funkspruch. „Wagon 13. Feueralarm auf der Toilette“, übersetzt Jian. Die Männer rennen los. Wagon 13… da sitzen ein paar Große und Chor B… Matthias, der sich kurz vor dem Alarm zu Jian und mir gesetzt hat, geht vorsichthalber nachschauen, ob alles in Ordnung ist, denn wir hatten eine Vermutung was wirklich da passiert ist. Und wir hatten auch recht damit. Es war ein Raucher. Trotz strengstem Rauchverbot. Wie streng sieht man an der Bestrafung: 2000 Yuan Bußgeld und 15 Tage Haft. Nach dieser Aktion war zumindest ich hellwach und freute mich dann doch auch, wenn dieser Tag vorbei war. Es wurde noch ein schöner Tag, das Mittagessen war lecker und auch das Konzert lief gut. Und alle hatten auch die Zugfahrt überstanden… Außer dieser eine Mann, der ist immer noch nicht dort angekommen, wo er eigentlich hinwollte.

    Nach einem langen, spannenden und „stinkenden“ Vormittag im Biermuseum haben wir uns auf den Weg zu Pizza-Hut gemacht.

    Wir waren alle durstig und freuten uns auf eine Erfrischung. Wir setzten uns im Restaurant hin und sahen ein knallgelbes Getränk auf dem Tisch stehen. Denn es war eine Sammelbestellung.

    Wir wollten es schon zum Mund reichen, doch als wir es anfassten haben wir gemerkt dass das Getränk warm ist!

    Das macht nichts dachten wir uns. Alle probierten, und es stellte sich heraus dass das MAISSAFT ist!

    Fast alle fanden den Saft nicht so lecker oder einfach furchtbar!

    (von Oskar Birner)

     

    Nicht nur Bayern ist stolz auf sein Bier
    Ein magischer Bierbrunnen
    Únd so sieht Maissaft aus
     
    Lebenszeichen! Nach zwei Konzerten in Peking geht's heute Abend nach Tianjin - und morgen schon nach Shanghai zum letzten Auftritt. Unser Programm heute: die Stadt erkunden und uns auf unser Konzert freuen!

    PS: Es hat 4 Grad draußen, der Herbst hat uns doch noch erwischt...
    Liebe Leser, wir sind sicher, gut gelaunt und etwas müde in Jinan gelandet, haben uns gestärkt, geduscht und gestyled - und ein super Konzert gesungen! Nicht nur gab es Standing Ovations, nein, die Kids im Publikum haben bei der zweiten Zugabe (Kleines Fliederlein) sogar mitgesungen, unfassbar!!!!!

    PS: Unser Internet geht leider immer noch nicht zufriedenstellend, daher keine Bilder!
    Das frühere Gouverneurswohnhaus oberhalb des Stadtzentrums von Qingdao war die erste Station unseres "freien" Tages, an dem wir die Möglichkeit hatten als Gruppe die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. "Boah, schau mal! Da auf dem Schrank steht 'Made in Germany'!", stellten die Kinder ganz begeistert fest, als wir uns mehrere tausend Kilometer von der Heimat entfernt in dem alten Haus wiederfanden, in dem noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts deutsche Gouverneure, Militär- und Verwaltungschefs residierten. Dass Qingdao von 1898 bis 1919 als Kolonie zum Deutschen Reich angehörte, hat dazu geführt, dass zusätzlich in den sowieso schon kontrastreichen Stadtbildern chinesischer Großstädte (Tempelanlagen neben Leuchtreklamen, Menschen in traditionellen Gewändern, die auf topmodernen smartphones tippen;..) auch mal christliche Kirchen aus Ziegelstein auftauchen, wo man sie eigentlich nicht erwarten würde. Da wir zur Abwechslung nicht mit dem Bus sondern zu Fuß unterwegs waren, dauerte es nicht lange bis das erste Magenknurren zu hören war. Der Markt in dem allerlei Nahrungsmittel und Speisen angeboten wurden, wurde von den Meisten zunächst mit Skepsis beäugt. Letzenendes hat dann aber trotzdem jede/r etwas gefunden, was ihm/ihr geschmeckt hat. Zitat eines Chormitgliedes, das anonym bleiben möchte: "umso ekliger es aussieht, umso besser schmeckt's!". Gestärkt machten wir uns auf dem Weg zum Strand. Selbstverständlich durfte ein Gruppenbild an der nächsten katholischen Kirche nicht fehlen. Wie immer waren wir für viele Einheimische eine Attraktion und wurden kurzerhand selbst zum Fotomotiv. Nach dem mittlerweile mehrstündigen Fußmarsch durch die Stadt, genossen Groß und Klein die Pause am Strand. Wie viele wissen, kann "Pause machen" die unterschiedlichsten Formen annehmen: so tobten sich die einen an der Strand-Sportanlage aus, die anderen machten ein Fotoshooting um DAS perfekte Strandbild zu schießen. Wiederum andere nutzten die Gelegenheit, um einen Kaffee zu holen und auf dem Sand die Sonnenstrahlen bei doch etwas kühleren Lufttemperaturen zu genießen. Wer dann noch Energie übrig hatte, drehte im Anschluss nach einer kurzen Metro-Fahrt noch eine Runde im Einkaufszentrum. 
     
    Kurz gesagt: ein sehr schöner und ereignisreicher Tag, der bei uns allen viele Eindrücke über Qingdao hinterlassen hat :-)
     
     
    Nachdem endlich wieder mal das Internet wieder geht, hier ein Essay von Jana Lugner:
     
     
    26.10.2017 -  „Klemens, das ist ein Kunstrasen!“
    Die Busfahrt vom Flughafen zum Hotel nicht dazugerechnet, sind wir wenn es hochkommt vielleicht seit höchstens 2 Stunden in China und die Meisten sind ziemlich müde -  für Lukas gilt das aber anscheinend nicht.
    Fröhlich kreativen Mist vor sich hinplappernd sitzt der Kerl vor mir im Bus auf dem Weg zur Begegnung mit dem chinesischen Chor (von dem Matthias meinte, er hat keine Ahnung, wie wir uns mit denen verständigen sollen, „ihr schafft das schon irgendwie“, ich meine, Englisch regelt) und erklärt, dass ein erhöhter Salatgurkenkonsum dazu führt, dass Essiggurkenbauern pleite gehen, wodurch nur noch Gemüsegurken existieren, welche letztendlich zu viele werden und als Dünger benutzt werden, aber da Gurken zu über 95% aus Wasser bestehen, existiert dann kein guter Dünger mehr. Lena aus Chor B ist wohl schuld daran, dass dieses Thema aufgekommen ist und ich vermute, dass sie Vegetarierin ist.
    Wir fahren an einem Restaurant vorbei, bei dem im Eingangsbereich gut sichtbar Fische gehalten werden, von denen Keiner mit Sicherheit sagen kann, ob die im Restaurant auch serviert werden, und so entsteht eine hitzige Diskussion zwischen Vegetariern und Fleischessern, ob das ethisch vertretbar ist.
    Wir kommen an und - wow! Dieser Chor ist wirklich winzig! Also nicht im Stil, es seien wenige Personen - die Ältesten hätten in Deutschland vielleicht gerade erst den Übertritt auf eine weiterführende Schule hinter sich.
    Und dann geht es los - wir kommen aus dem Bus, die Chinesen jubeln, wir werden in mehrere Reihen gezogen, es werden Fotos an allen Ecken und Enden gemacht, jeder bekommt ein chinesisches Kind als Partner, wir gehen hoch, eine Rede folgt auf die Andere und ich versuche, mich mit meiner Partnerin zu verstehen. Ich erfahre nicht viel von ihr, bis auf den Namen und ihr Alter, sie heißt Selena und ist 12.
    Ich habe mich also geirrt - Englisch regelt wohl doch nicht.
    Dann lernen wir, mit Pinsel und Tusche das chinesische Schriftzeichen für „Frieden“ zu schreiben, danach malen Selena und ich abwechselnd Blumen und andere Sachen auf die andere Seite unseres Blattes.
    Egal, was die Deutschen malen, die Chinesen finden alles toll. Ich höre von Selena wohl öfter „beautiful“ als alles Andere was aus ihrem Mund kommt was ich als Wort identifizieren kann.
    Als wir zurückfahren, erklärt auch Lukas, dass er fertig ist, aber das hält ihn auch ein weiteres Mal nicht davon ab, pausenlos vor sich hinzuplappern. 5 Minuten später erzählt Mark uns, dass Rothaarige schuld am Klimawandel sind.
    „Ist euch auch schonmal aufgefallen, dass alle alten Leute graue Haare bekommen, außer Rothaarige? Das liegt daran, dass in ihren Haaren Kupfer enthalten ist. Die Haare kann man nicht normal entsorgen, man muss sie verbrennen. Aber dadurch steigen giftige Dämpfe auf und die haben ja schon das Ozonloch verursacht. Man kann die Haare von Rothaarigen auch nicht normal schneiden, weil um genug Kraft dafür zu haben, muss man sich sehr gesund ernähren. Zum Beispiel muss man viel Salat essen.“
    „Ja, darum werden auch immer mehr Salatgurken gekauft, da wären wir wieder beim Gurkenproblem“, kommentiere ich das Ganze und nehme mir vor, mich eventuell bei Gelegenheit mal mit der Gruppe anzufreunden. Dann bekommen die Jungs Hunger und nehmen sich vor, das Buffet leerzuessen, was sich als schwierig erweist, da auf jedem 10-Personen-Tisch zu Anfang ca. 5 verschiedene Gerichte stehen und im 5-Minuten-Takt kommt etwas Neues dazu. Egal was wir aufgegessen haben, es wird sofort durch etwas Anderes ersetzt.
    Der kleine Moritz hat noch ein wenig Probleme beim Stäbchenessen. „Wie macht ihr das denn?“, fragt er. „Ich schiebe meine Stäbchen immer von unten in den Reis.“
    Viel zu vollgefressen sitzen wir einige Zeit später wieder im Bus. Matthias hat ungefähr 20 Reden zugehört, zumindest stellt er es so dar, und anscheinend wurde nach jeder Einzelnen angestoßen. Er erklärt das Programm von morgen: In der Früh Fußball, am Nachmittag ein Konzert. Als wir am Fußballplatz in der Nähe des Hotels vorbeifahren, ist Lukas ganz aus dem Häuschen. „Ist das ein Kunstrasen? Das ist ein Kunstrasen!“
    Er stupst seinen Sitznachbarn hektisch an: „Klemens, das ist ein KUNSTRASEN!!“
    Ich als der Mensch, von Sport und speziell von Fußball keine Peilung hat, frage mich, was so toll an Kunstrasen ist, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Kunstrasen besser sein kann als echter.
    So geht der erste volle Tag in China zu Ende.
    China, das ist schon ziemlich cool mit diesen Leuten, auch wenn die Jungs beim Aufzug immer alle Knöpfe drücken.
    Ich hoffe, dass der restliche Aufenthalt ähnlich wird.
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht