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Disc-Golf: Das Golf für jedermann 

Wie Golf, nur weniger elitär - und mit Frisbee statt mit Ball und Schläger. Auf dem Sportgelände der Universität Regensburg entsteht gerade der erste Disc-Golf-Parcours der Oberpfalz.

Jeder Treffer scheppert: Trifft die Frisbee auf die Metallketten, fällt sie mit etwas Glück direkt in den Korb. 

Ein Korb, ein Parcours, Frisbees in verschiedenen Gewichtsklassen: In den USA verdienen die besten Profis mit Disc-Golf Millionen. In Deutschland fristet die Sportart dagegen noch ein Nischendasein. In der gesamten Oberpfalz sucht der geneigte Disc-Golfer vergebens nach einem Parcours - bis jetzt.

Michael Heim, Lehramtsstudent im Fach Sport an der Universität Regensburg, hat sich das Thema Disc-Golf für sine Zulassungsarbeit ausgesucht. Deshalb errichtet der 26-jährige jetzt einen Parcours am Sportgelände der Uni. Unterstützt wird er dabei von Sportdozent Jürgen Kittsteiner. Der erzählt: "Ich kenne Michael aus einem Frisbee-Kurs. Dort ist die Idee für einen Disc-Golf-Parcours entstanden.

Das Prinzip von Disc-Golf ist schnell erklärt: Ziel ist es, eine Frisbee mit möglichst wenigen Würfen in einem Korb zu versenken. Wie Golf also - nur mit Frisbee statt mit Ball und Schläger. Aber: "Disc-Golf ist weniger elitär als Golf - jeder kann es ohne viel finanziellen Aufwand spielen.", sagt Jürgen Kittsteiner.

Disc-Golfer haben eine Auswahl an verschiedenen Wurfgeräten. Der "Putter" eignet sich, wie beim Golf, für kurze Distanzen. Für mittlere Strecken greift der Sportler zum "Mid-Range", dessen Rand etwas weniger breit ist. Und für die ganz weiten Würfe gibt es den "Driver", flach und aerodynamisch. Ganz weit bedeutet: bis zu 263,2 Meter. Diesen Weltrekord hat der deutsche Disc-Golfer Simon Lizotte im vergangenen Jahr in der Wüste von Nevada aufgestellt.

Die Disc-Golf-Botschafter in der Oberpfalz: Michael Heim, Jürgen Kittsteiner und Bernhard Lang (v.l.n.r.

Auch der Physik-Student und begeisterte Disc-Golfer Bernhard Lang feilt seit über einem Jahr am perfekten Wurf.
Er hat zusammen mit Michael Heim zwei Schnupperkurse an der Uni Regensburg angeboten und wirft die Frisbee über 100 Meter weit. "Doch ab dieser Weite verlässt man gerade erst den Anfängerbereich", stellt er etwas konsterniert fest. Besonders der weite Drive-Wurf ist eine sehr komplexe Bewegung, in etwa vergleichbar mit dem besonders in Schulumkleiden praktizierten "Handtuchschnalzen."

A propos Schulumkleide: Disc-Golf sei in einer abgespeckten Version sehr gut für den Schulsport geeignet, so Jürgen Kittsteiner. Natürlich könne man auf einem Schulgelände keinen riesigen Parcours aufbauen, doch vereinfacht habe der Sport großes Potential. "Nach dem Motto: Da drüben ist ein Mülleimer, mit wie vielen Würfen schaffst du es dorthin?"

Im Oktober soll der Disc-Golf-Parcours auf dem Sportgelände stehen - allerdings wird er dann keineswegs immer gleich bleiben. "Der Parcours ist variabel, weil die Körbe auf Rollen stehen. So können sie beliebig verschoben werden", sagt Michael Heim. Wenn die Begeisterung überschwappt, könnte die Oberpfalz schon bald zum neuen Disc-Golf-Eldorado werden. Und weiß, vielleicht knackt ein Regensburger Physik-Student irgendwann die 300-Meter-Marke.

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